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Merken   Drucken   02.09.2011, 08:07 Schriftgröße: AAA

EM-Qualifikation gegen Österreich: Löws Elf fehlen die Sturm-Talente

Der Bundestrainer hat ein bemerkenswertes Problem: Im Mittelfeld drängeln sich die Hochbegabten - dafür herrscht vorne Flaute. von Marcus Bark, Düsseldorf
Mesut Özil, Thomas Müller, Mario Götze. Darf es ein bisschen mehr sein? Aber gern doch: André Schürrle, Marco Reus, Julian Draxler, Lewis Holtby. Es gibt für das offensive Mittelfeld auch noch einen "Alten", Lukas Podolski, der am Freitag (20.45 Uhr/ZDF, Liveticker auf FTD.de) in der EM-Qualifikation gegen Österreich mit 26 Jahren bereits vor seinem 91. Länderspiel steht.
Toni Kroos ist fünf Jahre jünger und hat den Vorteil, auch im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden zu können. Aber auch dort ist die Konkurrenz riesig: Zu den Erfahrenen Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Simon Rolfes kommen Sven Bender, sein Zwillingsbruder Lars und Ilkay Gündogan, die auch schon länger in der Bundesliga regelmäßig zum Einsatz kommen.
An talentierten Mittelfeldspielern wie Mario Götze (r.) mangelt es ...   An talentierten Mittelfeldspielern wie Mario Götze (r.) mangelt es der Nationalelf nicht
Die Perspektiven im Mittelfeld sind glänzend, auf Jahre hinaus. Aber wie sieht es ganz vorn aus? "Ich bin froh, dass ich mit Miroslav Klose und Mario Gomez zwei Zentrumsstürmer habe, die auf gleich hohem Niveau spielen", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Am Freitag gegen Österreich wird ihm die Auswahl im vermuteten 4-2-3-1-System leicht gemacht, denn Gomez fällt wegen einer Verletzung aus. Für ihn wurde Cacau vom VfB Stuttgart nachnominiert. Er ist kein Notstopfen, aber sowohl von der Klasse wie auch vom Alter her ist der 30-Jährige keine Zukunftslösung.
Gegen Polen am kommenden Dienstag könnte Cacau eine Chance von Beginn an bekommen; Am Freitag aber wird Klose spielen, der seit zehn Jahren für die Nationalmannschaft trifft und trifft und trifft (bislang 61-mal). Der vom FC Bayern zu Lazio Rom in die italienische Serie A gewechselte Stürmer sei so fit, dass er das Niveau noch einige Jahre halten könne, sagte Löw. Aber bei der nächsten WM in Brasilien wird Klose 36 Jahre alt sein.
"Wir haben aktuell nicht allzu viele Spieler auf dieser Position", gab Löw zu. In der Bundesliga sind die Stoßstürmer oft Ausländer. Beim Meister aus Dortmund teilen sich der Argentinier Lucas Barrios und der Pole Robert Lewandowski den Job, bei Schalke 04 ist mit Klaas-Jan Huntelaar ein Holländer gesetzt, den SC Freiburg versorgt der Senegalese Papiss Demba Cissé mit Toren. Beim DFB sind sie sich der Problematik bewusst, so Löw: "Wir machen uns schon Gedanken darüber, was wir auf der Position tun können, auch in der Ausbildung."

Teil 2: Zur Not mit der "falschen Neun"

  • FTD.de, 02.09.2011
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