An talentierten Mittelfeldspielern wie Mario Götze (r.) mangelt es der Nationalelf nicht
Die Perspektiven im Mittelfeld sind glänzend, auf Jahre hinaus. Aber wie sieht es ganz vorn aus? "Ich bin froh, dass ich mit Miroslav Klose und Mario Gomez zwei Zentrumsstürmer habe, die auf gleich hohem Niveau spielen", sagte Bundestrainer Joachim Löw. Am Freitag gegen Österreich wird ihm die Auswahl im vermuteten 4-2-3-1-System leicht gemacht, denn Gomez fällt wegen einer Verletzung aus. Für ihn wurde Cacau vom VfB Stuttgart nachnominiert. Er ist kein Notstopfen, aber sowohl von der Klasse wie auch vom Alter her ist der 30-Jährige keine Zukunftslösung.
Gegen Polen am kommenden Dienstag könnte Cacau eine Chance von Beginn an bekommen; Am Freitag aber wird Klose spielen, der seit zehn Jahren für die Nationalmannschaft trifft und trifft und trifft (bislang 61-mal). Der vom FC Bayern zu Lazio Rom in die italienische Serie A gewechselte Stürmer sei so fit, dass er das Niveau noch einige Jahre halten könne, sagte Löw. Aber bei der nächsten WM in Brasilien wird Klose 36 Jahre alt sein.
"Wir haben aktuell nicht allzu viele Spieler auf dieser Position", gab Löw zu. In der Bundesliga sind die Stoßstürmer oft Ausländer. Beim Meister aus Dortmund teilen sich der Argentinier Lucas Barrios und der Pole Robert Lewandowski den Job, bei Schalke 04 ist mit Klaas-Jan Huntelaar ein Holländer gesetzt, den SC Freiburg versorgt der Senegalese Papiss Demba Cissé mit Toren. Beim DFB sind sie sich der Problematik bewusst, so Löw: "Wir machen uns schon Gedanken darüber, was wir auf der Position tun können, auch in der Ausbildung."