FTD.de » Sport » Es regnet Vernunft im europäischen Fußball

Merken   Drucken   31.08.2010, 16:26 Schriftgröße: AAA

Ende der Transferperiode: Es regnet Vernunft im europäischen Fußball  

Kommentar Die Clubs halten sich auffällig zurück mit überteuerten Spielereinkäufen - von Ausnahmen wie dem Manchester-Scheich oder Berlusconi einmal abgesehen. Bedenklich allerdings für die Bundesliga: Hierhin werden neuerdings Altstars entsorgt. von Axel Kintzinger
In den letzten Stunden wurde es dann doch noch hektisch, vor allem beim FC Schalke 04. Gleich drei millionenschwere Neuverpflichtungen leistete sich der hochverschuldete Revierklub am Dienstag, wenige Stunden vor Ablauf der Transferfrist in diesem Sommer. Die Spielerwechsel rissen anderswo Löcher, die wiederum mit anderen Profis anderer Klubs gestopft werden mussten. So geht das jedes halbe Jahr, und das ist auch gut so: Auf diese Weise überbrückt die Sportpresse die Zeit ohne wichtige Fußballspiele auf unterhaltsame Art.
Wer zu spät kommt, wird mit hohen Preisen bestraft, das ist im Fußball nicht anders als im wirklichen Leben. Aber auffällig ist in diesem Sommer die Zurückhaltung, die sich die Bundesligaklubs auferlegt haben. Lediglich Schalke und der dank Volkswagen geldsorgenfreie VfL Wolfsburg griffen tief in die Tasche. Der Branchenführer hingegen, der FC Bayern, hat in all diesen Wochen sein Geld zusammengehalten und genau null neue Spieler geholt. Verkauft hat er sogar noch welche, was zu dem Bundesliga-Paradoxon führt, dass der mit Abstand reichste Verein noch satte Transfergewinne verzeichnet, während der größte Schuldenklub hohe Einkaufskosten verursacht.

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  • FTD.de, 31.08.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 01.09.2010 17:29:17 Uhr   rheinland : Berlusconi

    da kann ich leroiplatini nur zustimmen, ausserdem wurden die Käufe durch 2 Verkäufe gegenfinanziert (Borriello nach Rom für ca. 10 Mill. und Huntelaar nach Schalke für ca. 15 Mill.)
    Dem Ganzen gingen zudem heftige Proteste der Fans voraus, die überalterte Mannschaft endlich umzubauen. dazu zählt auch die Verpflichtung von Boateng, anscheinend wurde hier sogar Genua als Zwischenhändler eingeschaltet, damit der verkaufende englische Verein nicht erfuhr, dass der grosse Ac Milan eigentlich an Boateng interessiert war und somti nicht die Ablösesumme höher ansetzt.
    Zu behaupten man könne Stimmenfang über die angewendete Einkaufspolitik des Ac Milan betreiben, ist wirklich etwas zu kurz gedacht. Außerdem gibt es bestimmt weniger Milanfans als Neider, das Ganze mag sich ja nett anhören und am Stammtisch für manche Schote gut sein, ist aber sehr kurz gedacht und einfältig. Dies gilt auch für den Kommentar von Julius Müller-Meiningen!

  • 01.09.2010 09:10:19 Uhr   leroiplatini: Unvernünftig?
  • 31.08.2010 17:18:08 Uhr   Sowhat: Einschränkung
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