Das Los hat entschieden: Deutschland spielt bei der Europameisterschaft mit den Niederlanden, Dänemark und Portugal in einer Gruppe - laut Bundestrainer Löw die stärkste, aber auch die interessanteste. Die Spielorte in der Ukraine verlangen dem Team viele Reisekilometer ab.
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihr traditionelles Losglück verlassen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw trifft bei der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine in der Gruppe B auf die Niederlande, Dänemark und Portugal. Das ergab die Auslosung 189 Tage vor dem Eröffnungsspiel zwischen Polen und Griechenland am Freitag im Nationalen Kunstpalast von Kiew. Der Niederländer Marco van Basten bescherte dem deutschen Erzrivalen für die EM, die vom 8. Juni bis 1. Juli stattfindet, neben schwierigen Vorrundengegnern auch weite Reisen in die Ukraine.
Die DFB-Auswahl, die vor drei Jahren in der Schweiz und Österreich erst im Finale an Spanien scheiterte, bestreitet ihr Auftaktspiel am 9. Juni gegen Portugal in Lwiw (Aussprache-Tipp). Vier Tage später kommt es zum Duell mit den Niederlanden in Charkow. Am 17. Juni trifft die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw zum Abschluss erneut in Lwiw auf Dänemark. "Ich glaube, dass es wahrscheinlich die stärkste Gruppe ist, die interessanteste und auch die ausgeglichenste. Wir können uns auf interessante Duelle freuen", kommentierte Löw die Auslosung.
Bundestrainer Jogi Löw verfolgte die Auslosung angespannt.
Sichtlich angespannt verfolgte Löw in der vierten Reihe des Kunstpalasts Ukraina die Zeremonie auf seinem türkisfarbenen Polsterstuhl und kaute immer wieder an seinem Stift.Oliver Bierhoff , der neben Löw saß, sagte zum Losergebnis: "Wir müssen mit Selbstvertrauen ins Turnier gehen. Es ist natürlich schwer. Vielleicht ist es gut, dass die Euphorie ein bisschen gedrückt wird. Wir wissen, es wird ernst, von Anfang an. Wir haben eine sehr gute Qualifikation gespielt, aber ein Turnier ist etwas ganz anderes. So eine Gruppe hilft für alle im Umfeld, aber auch für die Mannschaft, um zu wissen, dass es schwierig wird."
Wenn das Team des Deutschen Fußball-Bundes, das ihr EM-Quartier vor den Toren Danzigs beziehen wird, die Vorrunde als Gruppensieger übersteht, käme es am 22. Juni zum Viertelfinale in Danzig. Gegner wäre eine Mannschaft aus der Gruppe A mit Co-Gastgeber Polen, Griechenland, Russland und Tschechien. Als Zweiter würde die Löw-Elf in der Runde der besten acht Teams am 21. Juni in Warschau ebenfalls auf einen dieser vier Kontrahenten treffen.
In der Gruppe C kommt es bei der Partie zwischen Titelverteidiger Spanien und Italien ebenfalls zum Duell zweier Fußball-Großmächte. Mit den beiden früheren Europameistern kämpfen Irland und Kroatien in Danzig und Posen um einen der beiden Viertelfinalplätze. Co-Gastgeber Ukraine bekam in der Gruppe D ebenfalls harte Aufgaben und trifft in Kiew und Donezk auf Schweden, Frankreich und England.
Neben van Basten zogen die früheren Europameister Horst Hrubesch, der Franzose Zinedine Zidane und Peter Schmeichel aus Dänemark als "Glücksfeen" die Lose. Vor der Auslosung repräsentierten die Alt-Internationalen Paul Breitner , Hrubesch und Oliver Bierhoff auf der Bühne in Kiew die bislang drei deutschen Europameister-Mannschaften vor etwa 1200 geladenen Gästen.
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