Extremer Segeltörn:16-jährige Solo-Weltumseglerin erreicht ihr Ziel
Geschafft! Nach 27.000 Seemeilen hat die Niederländerin Laura Dekker wieder festen Boden unter den Füßen. Die Reise der jüngsten Solo-Weltumseglerin war stark umstritten - das Guinness-Buch erkennt sie nicht als Rekord an.
Die 16-jährige holländische Weltumseglerin Laura Dekker ist am Ziel ihrer einjährigen Reise angekommen. Sie ist damit der jüngste Mensch der jemals allein, mit einigen Zwischenstopps, die Welt umsegelt hat.
Laura Dekker nach ihrer Ankunft im Hafen von St. Martin
Mit ihrem Boot "Guppy" erreichte sie am Samstag gegen 20 Uhr MEZ in Begleitung einer kleinen Flottille von Sportbooten den Hafen Philipsburg auf der Karibikinsel Sint Maarten, von wo sie am 20. Januar 2011 zu ihrem großen, 27.000 Seemeilen langen Abenteuer aufgebrochen war. Sie wurde am Kai von ihren Eltern und Freunden empfangen, wie die niederländischen Medien berichteten.
Das "Mädchen mit Meersalz im Blut", wie es in der niederländischen Presse bereits bezeichnet wird, dessen Vater Niederländer und dessen Mutter Deutsche sind, sollte am Nachmittag (Ortszeit) im Jachthafen der Insel unter anderem von Ministerpräsidentin Sara Wescot-Williams empfangen werden. Später sollte der Weltrekord mit einem großen Fest gefeiert werden.
Lauras Abenteuer begann am 4. August 2010, als sie im niederländischen Brouwershaven auf ihrem 11,5 Meter langen Zweimaster "Guppy" in See stach, um einige Tage später von Gibraltar aus zu ihrem Welttörn zu starten. Sie wollte den Rekord der Australierin Jessica Watson brechen. Diese hatte die Weltumseglung drei Tage vor ihrem ihrem 17. Geburtstag am 15. Mai 2010 geschafft.
Ursprünglich wollte Laura ihre Reise in Gibraltar beenden. Doch die Gefahr war zu groß, im Indischen Ozean auf Piraten zu stoßen. Stattdessen segelte sie nonstop von Darwin in Australien nach Port Elisabeth in Südafrika - 47 Tage brauchte sie für die rund 6000 Seemeilen. Danach überquerte sie zum zweiten Mal in 14 Monaten den Atlantik mit Kurs auf Sint Maarten. In dem Insel-Teilstaat, der zum Königreich der Niederlande gehört, hatte sie bereits im Januar 2011 einen Zwischenstopp eingelegt.
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