Wurde attackiert von einem Hooligan: Alkmaars Torwart Esteban Alvarado
Am Samstag verlängerte ein Richter die Untersuchungshaft des Hooligans um 14 Tage. Sein Rechtsanwalt Geertjan van Oosten erklärte, sein Mandant habe einen Intelligenzquotienten von 71 und eine leichte geistige Behinderung. Nach Angaben seiner Eltern leidet Wesley van W. an einer bipolaren Störung, die provozierende und aggressive Verhaltensweisen verursache. Van Oosten sagte, sein Mandant könne sich an den Vorfall in der AmsterdamArena nicht erinnern. Er sei betrunken gewesen.
Ein Bekannter des Hooligans berichtete, der gewalttätige Fußball-Fan hab einen Hitler-Schnurrbart auf seinen Zeigefinger tätowieren lassen. Um Menschen zu provozieren, halte er den Finger vor seine Nase. Auf seinem Rücken befände sich eine Tätowierung in gotischer Schrift mit den Buchstaben ACAB (All Cops Are Bastards), ein bei Hooligans populärer Slogan.
Bei der Achtelfinalbegegnung im niederländischen Pokal zwischen Ajax und Alkmaar hatte der 19-Jährige den Torhüter aus Costa Rica von hinten angegriffen. Dieser wehrte sich ebefnalls gewaltsam. Eine gegen den Schlussmann verhängte Rote Karte wurde wieder zurückgenommen. Die Anklagevertretung beim Fußballverband KNVB befand, die Reaktion von AZ-Torhüter Alvarado hätte nicht zwingend mit einem Platzverweis bestraft werden müssen. Dem Keeper wurde zugutegehalten, er sei "hinterrücks überfallen worden; er konnte den Angreifer nicht sehen".