Nun will er diesen Namen wieder ein wenig aufpolieren. Die Konkurrenz nahm die Nachricht wohlwollend auf. "Er ist einer der wirklich Großen, es wird spaßig sein, ihn in London wieder dabei zu haben", ließ Bob Bowman, Coach des 14-maligen Olympiasiegers Michael Phelps, aus den USA ausrichten.
Im zum "Rennen des Jahrhunderts" hochgejazzten Olympiafinale über 200 Meter Freistil hatte Thorpe 2004 neben dem Holländer Pieter van den Hoogenband auch Phelps besiegt. Die Zeit des deutschen Vorzeigeschwimmers Paul Biedermann dagegen kam erst, als Thorpe sich bereits aus dem Pool verabschiedet hatte. Als Biedermann - im Hightech-Anzug - dem Australier bei der WM 2009 dessen Fabelweltrekord über 400 Meter Freistil entrissen hatte, schickte Thorpe sportpolitisch korrekt eine Glückwunsch-SMS nach Rom. Bundestrainer Dirk Lange meinte am Mittwoch jedoch: "Man darf nicht vergessen: Thorpes Rekorde sind in den letzten Jahren nur durch die Superanzüge geknackt worden."
Da kann der australische Wassermann mit der phänomenalen Schuhgröße 51 im nächsten Jahr einiges gerade rücken. "Es gibt noch Dinge, die ich im Schwimmen nicht erreicht habe und die ich gerne schaffen möchte", erklärte Thorpe, der sich in Abu Dhabi und Europa auf die Spiele vorbereiten will, nun: "Bevor ich 30 bin, noch einmal bei Olympia zu schwimmen, das stand auf meiner Wunschliste - neben einer Rolle als James Bond, der Gründung einer Rockband oder einer Pilotenlaufbahn. Und das mit dem Schwimmen erschien mir realistischer."