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Merken   Drucken   07.03.2011, 14:52 Schriftgröße: AAA

Kampf um Klassenerhalt: Die halbe Bundesliga am Abgrund

Auf den Abstiegsplätzen herrscht großes Gedränge. Ungewöhnlich viele Vereine ringen um den Verbleib in der höchsten Spielklasse. Noch ist alles offen. von Elmar Dreher
Mönchengladbach schien schon weg, hat sich aber wieder ans rettende Ufer herangerobbt. Frankfurt träumte vor der Winterpause von der Europa League, steckt nun aber im Schlamassel. Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga kommt es zu erstaunlichen Konstellationen. Die halbe Liga muss noch zittern.
Neun Spieltage vor Saisonschluss ist der Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga so knisternd wie seit Jahren nicht mehr. Bei Pokalfinalist und Champions-League-Achtelfinalist FC Schalke 04 fängt die Abstiegszone an, die ganze neun Vereine umfasst. Selbst 1899 Hoffenheim ist - trotz aktuell acht Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsrang - noch nicht gerettet. "Wenn wir uns weiter so präsentieren, wird's eng", befürchtet Trainer Marco Pezzaiuoli. "Wir müssen schnellstmöglich die vierzig Punkte holen."
Der 1. FC Köln mit Lukas Podolski (m) zeigt eine klare Tendenz ...   Der 1. FC Köln mit Lukas Podolski (m) zeigt eine klare Tendenz nach oben.
Die Einschätzung von VfB Stuttgart-Coach Bruno Labbadia, sein Verein müsse wohl "bis zum letzten Spieltag gegen den Abstieg kämpfen", trifft derzeit auch auf die anderen gefährdeten Kandidaten zu. An beinahe jedem Wochenende kommt es gleich zu mehreren Abstiegs-Gipfeln und Endspielen. "Es sind jetzt neun Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen. Das wird noch eine ganz heiße Sache", sagte Bremens Manager Klaus Allofs.
Schalke, das lange auf die Europa-League-Qualifikation schielte, trennen nur noch fünf Zähler vom Absturz in die Zweitklassigkeit. "Ich mache mir keine Sorgen", sagte Trainer Felix Magath dennoch gelassen. Werder wankt trotz des Sieges in Freiburg weiterhin. "Für uns ist jetzt jedes Spiel ein Endspiel", sagte Kapitän Torsten Frings. Tim Borowski sieht es positiv: "Wir können selbst bestimmen, wohin der Weg geht."
Abgesehen vom 1. FC Köln weist keiner der neun Klubs einen klaren Aufwärtstrend auf. Seit Frank Schaefer in Köln den glücklosen Zvonimir Soldo als Coach ablöste und gravierende Personalprobleme abstellte, haben sich Podolski & Co. dank einer neuen Heimstärke kontinuierlich aus dem Tabellenkeller hochgearbeitet. Als Elfter sind die Kölner aber dennoch nicht sorgenfrei. "Uns fliegt nichts zu, und wir sind noch lange nicht durch", sagte Christian Eichner.

Leichter Aufschwung bei Mönchengladbach und Stuttgart

  • dpa, 07.03.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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