Solbakken brachte für seinen Star alles Verständnis der Fußballwelt auf. "Es ist keine Überraschung, dass Lukas Podolski über seine Zukunft nachdenkt. Er muss die größte Entscheidung seiner Karriere treffen. Er ist ein bisschen frustriert." Dass der Nationalstürmer derart über den Verein schimpfte, soll aber nichts mit einer indirekten Ankündigung des Kölner Stars zu tun haben, seinen 2013 auslaufenden Vertrag innerlich bereits gekündigt zu haben. "Ich weiß, dass er in seinem Kopf noch keine Entscheidung gefällt hat", schob Solbakken eilends hinterher.
Diesen Anschein haben Podolskis Äußerungen nicht. Da spielt er mit bislang 15 Toren die beste Saison bei seiner großen Liebe FC - und der Klub tut seiner Meinung nach nichts Entscheidendes, um ihm die Perspektiven zu vermitteln, die Podolski braucht: Aufbruch nach oben, ein starkes Team um ihn herum bilden, endlich mal rauskommen aus dem dauerhaften Abstiegskampf, weg vom Image, immer nur Durchschnitt zu sein.
Es dürfte niemanden mehr wundern, wenn Podolski sich unter diesen Umständen für den Wechsel entscheidet. Das Ausland reizt ihn, sogar eine Rückkehr zu Bayern München ist denkbar. Klar ist: Köln hat nicht das Geld, um dem ehemaligen Kapitän dessen verständliche Wünsche zu erfüllen. Selbst die neue Aktion, mit Genussscheinen 7,5 Mio. Euro einzusammeln, wird da kaum Abhilfe schaffen.