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12.02.2012, 12:03
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Krise in Berlin:
Skibbe fliegt und Hertha-Fans stürmen das Klubgelände
Nach fünf verlorenen Spielen hat die Vereinsführung genug. Wegen der herben Niederlage gegen Stuttgart muss Trainer Skibbe gehen. Anhänger des Klubs reagieren auf ihre Weise.
Hertha BSC hat sich nach nur fünf Spielen von Trainer Michael Skibbe getrennt. Das bestätigte der Kapitän des Berliner Fußball-Bundesligisten, André Mijatovic, am Sonntag. Die Mannschaft sei vor dem Training darüber informiert worden. Der 46 Jahre alte Trainer war erst in der Winterpause verpflichtet worden, hatte in der Rückrunde aber alle vier Liga-Partien und das Viertelfinale im DFB-Pokal verloren. Vorläufig plane der Verein mit einer Interimslösung, schrieb die "Bild". "Ich bestätigte nichts", sagte Club-Sprecher Peter Bohmbach am Sonntag, kündigte aber eine Pressekonferenz "in Kürze" an. Berliner Sonntagsmedien forderten den Coach zuvor zum Rücktritt auf.
Die Hertha-Verantwortlichen zogen frühzeitig die Notbremse, nachdem offensichtlich immer mehr Parallelen zur Abstiegssaison 2009/10 erkannt worden waren. Damals hatte Hertha nach der Trennung von Erfolgscoach Lucien Favre bis Saisonende an dessen erfolglosen Nachfolger Friedhelm Funkel festgehalten. Das Jahr in der 2. Liga und der Wiederaufstieg haben Hertha rund 60 Mio. Euro gekostet.
Michael Skibbe konnte die Vereinsfürhung nicht überzeugen
Nach insgesamt fünf Liga-Pleiten in Serie steckt der Berliner Club in akuter Abstiegsgefahr. Hertha hat keines der vergangen zehn Spiele in der Bundesliga gewonnen.
Am Tag nach dem 0:5-Debakel in Stuttgart - dem zehnten sieglosen Liga-Spiel in Serie - stürmten rund 200 Hertha-Fans das Vereinsgelände. Die Anhänger drängten sich an den Sicherheitskräften vorbei, als ein Teil der Mannschaft mit dem Auslaufen begann. Die Verantwortlichen des Klubs reagierten zunächst nicht auf die Aktion der Fans.
Bei eisigen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein spielten sich auf dem Trainingsgelände nahe des Olympiastadions skurrile Szene ab: Als die Fans eine Schranke überwunden hatten, folgten sie den Spielern stumm im Abstand von rund 300 Metern. Nach wenigen Minuten kehrten die Profis wieder in das Clubhaus zurück. Dann versammelten sich die Anhänger vor der Kabine und warteten auf den Rest des Teams.
Teil 2: Kein Mumm, kein Plan, kein Kampfgeist
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dpa, 12.02.2012
© 2012 Financial Times Deutschland,
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