Am späten Abend, das Spiel war längst abgepfiffen, kam endlich die Gelegenheit, über die wahren Helden des neuen Pokalsiegers zu sprechen. Der Peruaner Jefferson Farfán hatte ein großes Spiel gemacht. Auch der Niederländer Klaas-Jan Huntelaar hatte mit zwei Toren mal wieder bewiesen, dass er doch ein Goalgetter von Format ist. Und Benedikt Höwedes, der Abwehrchef, überzeugte nicht nur bei seinem Treffer wieder einmal mit Robustheit, Cleverness und Offensivdrang. Und dann, man war endlich hinten angekommen, beim Fundament: Manuel Neuer.
Nein, sagte Ralf Rangnick, er habe Neuer nicht vom Feld genommen, da er den Eindruck vermeiden wollte, dass es sich hier um ein Abschiedsspiel für den Torhüter gehandelt habe. Sonderapplaus, den hätte der 25-Jährige sicher erhalten. Der Ur-Schalker, der seit über 20 Jahren dabei ist und doch bald kein Schalker mehr sein will. Auf der Bank saß noch ein anderer, der dem Klub ähnlich treu verbunden ist: Matthias Schober, 35 Jahre alt und seit 14 Jahren eine verlässliche Nummer zwei. So wird ihm nicht die Ehre des Pokalsieges zuteil. Rangnick: "Ich wollte den Eindruck der Verabschiedung eines Spielers verhindern."