Gladbachs Rückhalt: Marc-André ter Stegen ist erst 19, hält aber wie ein erfahrener Toptorwart
Ter Stegens Leistungen trugen erheblich dazu bei, dass Gladbach vergangene Saison dem Abstieg entging. Inzwischen sind sie einer der Gründe, warum die Mannschaft weit oben in der Tabelle mitspielt - obwohl der Kader fast identisch geblieben ist. Der junge Keeper relativiert das natürlich brav und sagt, dass "die ganze Mannschaft etwas dafür tut. Allein würde ich nicht viel ausrichten können."
Er beherrscht also auch schon den Profifußballer-Knigge. Der Boulevard ist weniger zimperlich: "Mini-Titan", "Jahrhunderttalent" - die Blätter mit den großen Buchstaben kriegen sich derzeit kaum ein. Dazu hat die Erfolgsstory ter Stegens anheimelnde Momente.
Ausgerechnet zum Derby gegen Köln haben die Gladbacher im April einen 18-Jährigen zwischen die Pfosten gestellt, der seit dem vierten Lebensjahr im Verein aktiv ist. Und der hat aus dem Stand heraus eine Präsenz entwickelt, die sich in imposanten Zahlen ausdrückt: Drei Gegentore ließ der Fachabiturient in den letzten sechs Spielen der Vorsaison zu, sieben in den zehn der laufenden Saison - und nach dem Elfmeterschießen in Heidenheim am Dienstag (zwei Versuche abgewehrt) ist er jetzt auch noch ein gefeierter Pokalheld.
Solche Leistungen werden sich auch finanziell auszahlen. Derzeit verdient ter Stegen verhältnismäßig magere 100.000 Euro im Jahr, schon bald dürfte er sich über ein siebenstelliges Gehalt freuen.