Ein Bildschirm zeigt das aus dem Internet herunter geladene WM-Ticket-Bestellformular
Nur zwölf Stunden nach dem Start der dritten Ticket-Verkaufsphase am Montagmittag wurden bereits mehr als eine Million Kartenbestellungen aufgenommen. Dabei verzeichnete das WM-Organisationskomitee (OK) 150.000 Besteller. Zum Vergleich: Beim Beginn des Ticketverkaufs am 1. Februar 2005 war die Marke von einer Million bestellter Karten erst nach 24 Stunden überschritten worden.
Nachfrage aus dem Ausland deutlich gestiegen
Nach Auskunft des 1. OK-Vizepräsidenten, Horst R. Schmidt, ist vor allem die Kartennachfrage aus dem Ausland deutlich angestiegen. Die erste Bestellung kam aus den Niederlanden. Zwar werden rund 90 Prozent der Bestellungen weiterhin aus Europa abgegeben. Doch während in der ersten Verkaufsphase etwa 80 Prozent der europäischen Bestellungen aus Deutschland eingingen, liegt der internationale Anteil nun etwa bei der Hälfte.
Da lediglich für das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Costa Rica am 9. Juni 2006 in München keine Karten mehr zur Verfügung stehen, können sich die Interessierten noch Hoffnungen auf Tickets für alle restlichen 63 Partien machen. In der dritten Verkaufsphase werden 250.000 Eintrittskarten angeboten. Sollten die Bestellungen den Kartenbestand übersteigen, wird am 31. Januar erneut eine Verlosung stattfinden.
Last-Minute-Phase
Sollten entgegen der Erwartungen nach dieser Verkaufsphase noch Karten übrig sein, wird es zwischen dem 15. Februar und 15. April noch einmal die Möglichkeit geben, Tickets zu erwerben. Anschließend können die Anhänger nur noch in der Last-Minute-Phase vom 1. Mai bis zum WM-Finale am 9. Juli 2006 auf die letzten Karten hoffen.
Insgesamt stehen für die 64 Spiele in den 12 WM-Stadien 3,2 Millionen Tickets zur Verfügung. Vom WM-Gesamtetat (430 Millionen Euro) muss das OK allein 200 Millionen Euro netto aus dem Verkauf der Eintrittskarten erwirtschaften.