Mönchengladbachs Trainer Lucien Favre (l.) und Angreifer Marco Reus
Ebenso klar ist allerdings auch, dass das Überraschungsteam der Vorrunde seine schwierigste Phase erlebte, als der Ball gerade mal aus dem Spiel war. Anfang Januar musste der Tabellenvierte kurz hintereinander die Abgänge von Nationalspieler Marco Reus (Dortmund) und Mittelfeldtalent Roman Neustädter (Schalke) zum Sommer bekannt geben. Vor allem der Fall Reus löste in einigen Medien ein Katastrophenszenario aus, auch vom Abschied von Trainer Lucien Favre war zu lesen.
"Das hat uns geärgert", sagt Sportdirektor Max Eberl auch zwei Wochen später, wohingegen Favre betont: "Das war für uns alle sehr schwierig - für mich, für das Trainerteam, für alle." Und dann ist da noch die Erinnerung an seine Berliner Zeit. Im Frühjahr 2009 führte Favre die Hertha erst auf Rang vier, dann musste der Klub aus finanziellen Gründen wichtige Spieler abgeben. Favre schwankte beim Gedanken an eine Verlängerung seines Vertrags, blieb aber - und wurde Ende September entlassen.
Die unschöne Geschichte kennt natürlich auch Dante. Gegen die Bayern ist der ambitionierte Innenverteidiger, der die Zukunftsperspektiven des Klubs stets kritisch beäugt, gesperrt. Nun steht der Brasilianer vor dem Borussia-Park und erzählt: "Unser Trainer hat ja gesagt, was ihm bei Hertha passiert ist." Und, so erklärt Dante beim Gedanken an die nächsten Monate vielsagend: "Es kann nicht immer in eine Richtung gehen. Was bei der ganzen Sache rauskommt, sehen wir im Mai."