Neuer Trainer Marcus Sorg:Freiburg regelt Dutt-Nachfolge intern
Das Trainerkarussel in der Bundesliga dreht sich weiter. Beim SC Freiburg übernimmt der bisherige Junioren-Coach Marcus Sorg die Führung. Vorgänger Robin Dutt geht nach Leverkusen. Jupp Heynckes lässt einen möglichen Wechsel zum FC Bayern offen.
Beim SC Freiburg wird der bisherige Junioren-Coach Marcus Sorg in der kommenden Saison den Platz auf der Trainerbank übernehmen. Sportdirektor Dirk Dufner sagte am Montag, es sei seit langem klar gewesen, dass Sorg "die erste Option" sei. "Er ist ein Fußball-Fachmann, von dem wir absolut überzeugt sind." Auch Sorg selbst traut sich zu, die schwere Aufgabe zu meistern. Der 45 Jahre alte Schwabe sprach von einer "Anerkennung meiner geleisteten Arbeit". Er habe ähnliche Vorstellungen vom Fußball wie Dutt und werde die Strukturen weitgehend beibehalten. Assistent wird Christian Streich, der bislang die Bundesliga-Junioren der Badener betreut.
Den Wechsel des bisherigen Trainers Robin Dutt zu Bayer Leverkusen bestätigte Freiburg offiziell. "Wir werden selbstverständlich eine Ablösesumme bekommen", sagte SC-Präsident Fritz Keller am Montag zur vorzeitigen Vertragsauflösung. Dutt war seit 2007 bei Freiburg tätig und blickt seinem Abschied dementsprechend zwiegespalten entgegen: "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Aber schon jetzt gibt es eine gewisse Wehmut in mir".
Trainer Robin Dutt (l) und sein Nachfolger beim SC Freiburg, Marcus Sorg
Der 46-Jährige wird ab Juli den Fußball-Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen trainieren. Dies gab der Verein am Montag auf seiner Homepage bekannt. Robin Dutt tritt bei Bayer damit die Nachfolge von Jupp Heynckes an. Dessen Vertrag läuft zum Ende der Saison aus und ist auf Wunsch nicht verlängert worden. Der 65-Jährige habe immer betont, zwei Jahre bei Bayer 04 arbeiten und "sich dann zurückziehen zu wollen".
Spekuliert wird, ob Heynckes in den Ruhestand geht oder den Rufen aus München folgt und zur neuen Saison beim FC Bayern auf der Trainerbank sitzt. Der Verein trennt sich zum Saisonende vom niederländischen Trainer Louis van Gaal. Heynckes gilt als Wunschkandidat der Bayern. Eine offizielle Bestätigung durch den deutschen Rekordmeister steht aber noch aus. Auch sagte der Trainer in einer persönlichen Presseerklärung: "Es gibt weder eine Zusage von mir noch haben bisher Vertragsverhandlungen mit dem FC Bayern stattgefunden." Da der FC Bayern und Bayer Leverkusen am 17. April in München im direkten Duell um die Champions-League-Teilnahme aufeinandertreffen, könnte sich eine Entscheidung bis dahin hinauszögern.
Der Geschäftsführer von Leverkusen, Wolfgang Holzhäuser, glaubt nicht, dass der begehrte Coach zu den Bayern wechselt. Er rechnet damit, dass der 65-Jährige in Pension geht: "Ich interpretiere das so." Heynckes war bereits von 1987 bis 1991 sowie für wenige Wochen in der Schlussphase der Saison 2008/09 nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann in München tätig. Er wäre der erste Fussballlehrer, der bereits zum dritten Mal den FC Bayern trainieren würde.
Für die Nachfolge von Heynckes hat Leverkusen mit Robin Dutt seinen Wunschtrainer verpflichtet. "Er war immer unser erster Ansprechpartner für die Nachfolge von Jupp Heynckes - egal ob 2011 oder 2012", sagte Sportchef Rudi Völler. "Die mir in den Gesprächen mit Wolfgang Holzhäuser und Rudi Völler vermittelte Philosophie von Bayer 04 Leverkusen entspricht auch meiner Sichtweise auf den Fußball", ließ sich Dutt in der Pressemitteilung des Vereins zitieren. Der Fussballlehrer erhält bei Bayer einen Zweijahresvertrag mit einjähriger Option.
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