Ex-Bundestrainer Rudi Völler trainiert bis auf weiteres die Mannschaft von Bayer Leverkusen. Er soll bereits am Sonntag gegen den MSV Duisburg auf der Bank sitzen und damit zum zweiten Mal als Bundesligatrainer arbeiten.
Es gibt nur einen Rudi Völler
Den Überraschungscoup bestätigte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser am Freitag. "Für die nächsten Spiele übernehme ich die Aufgabe", erklärte Völler. Zuvor hatte sich der Verein vom bisherigen Cheftrainer Klaus Augenthaler getrennt. Der Uefa-Cup-Fehlstart und der schwächste Bundesliga-Auftakt der Rheinländer seit 22 Jahren war Augenthaler zum Verhängnis geworden. Nicht einmal 17 Stunden nach der 0:1-Heimpleite gegen Bulgariens Meister ZSKA Sofia trennte sich der Klub vom früheren Weltmeister.
Völler: "Springe in einer Not-Situation ein"
Offen blieb, ob der Klub überhaupt einen anderen Trainer als Nachfolger für Augenthaler verpflichten wird. Völler stellte seine Position jedoch eindeutig klar: "Ich sehe mich weiter eher in der Sportchef-Rolle. Ich springe jetzt nur aus Loyalität zum Verein in einer Not-Situation ein."
Der Weltmeister von 1990 war im Vorjahr bei der EM in Portugal nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft nach vierjähriger Amtszeit als Teamchef des dreimaligen Weltmeisters zurückgetreten. Im vergangenen Herbst war der frühere Stürmerstar auf seinen Posten als Bayer-Sportchef zuzrückgekehrt.
In der Bundesliga war der gebürtige Hanauer in der Saison 2000/01 nach der Entlassung von Christoph Daum schon einmal Interimstrainer bei den Leverkusenern. Damals holte Bayer in vier Spielen unter seiner Regie drei Siege und ein Unentschieden, bevor Völler den Platz für Berti Vogts räumte.
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