Landesmeister, Pokalsieger und Gewinner der Champions League - davon träumt so mancher Spitzenklub in Europa, ein Verein wie Real Madrid sowieso. Erfüllt hat sich den Traum in der abgelaufenen Saison aber ausgerechnet Erzrivale FC Barcelona. Diese Schmach will Real nicht auf sich sitzen lassen. Der Klub aus der spanischen Hauptstadt kauft quer durch Europa Spitzenspieler von Top-Klubs - auch Franck Ribéry von FC Bayern München ist ein Kandidat.
Nur die Besten der Besten sind gut genug für das Unternehmen, Barcelona vom Thron zu stürzen. Real Madrid gibt Millionen aus. 65 Mio. Euro überweist der Verein an den AC Mailand für den Brasilianer Kaká. Der schwärmt über seinen neuen Arbeitgeber: "Es ist einer der besten Klubs in der Welt, und die Spieler bauen ein solides Projekt auf, das es mir erlauben wird, mit den besten Fußballern auf dem Planeten zu spielen."
Als Kaká das sagte, wehrte sich Manchester United - zumindest öffentlich - noch, Cristiano Ronaldo abzugeben. Doch nun erklärten sich die Spanier bereit, für den Portugiesen die Rekordsumme von 93 Mio. Euro zahlen zu wollen. Dem Angebot konnte selbst "ManU" nicht widerstehen. Der englische Landesmeister teilte mit, den Top-Stürmer ziehen zu lassen. Es wäre der teuerste Spielertransfer aller Zeiten.
Ronaldo stand monatelang auf der Wunschliste der Madrilenen. Alle Werbeversuche scheiterten bislang am Widerstand von United-Trainer Sir Alex Ferguson. Der Coach machte im Dezember seine Meinung öffentlich, was er von Real hält: "Ich würde diesem Mob nicht einmal ein Virus verkaufen."
Trotz immer neuer Neins aus Manchester blieben die Königlichen hart - und setzten sich nun durch. "ManU" gab seinem Star freie Hand, sich mit Real zu einigen. Zur Begründung hieß es, dass der Portugiese selbst den Verein in Richtung Spanien verlassen wolle. Ein "ManU"-Sprecher verkündete: "Gemäß Cristianos Wunsch, der nochmals seinen Willen zum Wechsel bekräftigt hatte, und nach einer Diskussion mit Spielervertretern hat United zugestimmt, Real Madrid die Erlaubnis zu erteilen, mit dem Spieler zu reden."