Hier kommt wieder Petrow ins Spiel, dem Zenit offenbar sehr am Herzen lag. Der Klub kam in abgehörten Telefonaten zur Sprache. So soll Petrow in einem Gespräch schon vor der Partie gegen Bayern das Resultat von 4:0 genannt haben. Nach dem Spiel hätte er einem Gesprächspartner gegenüber erklärt, 50 Mio. an Bayern gezahlt zu haben, ohne zu spezifizieren, in welcher Währung. Der FC Bayern ist baff: Dazu könne man zunächst nichts sagen, teilte der Klub mit.
Am 13. Juni hatten 400 Polizisten Razzien in Spanien vorgenommen und 18 Personen, darunter Petrow, verhaftet. In dessen 1000-Quadratmeter-Villa auf Mallorca sollen zahlreiche Wertgegenstände beschlagnahmt worden sein, darunter ein Gemälde von Salvador Dalí. Allerdings gilt Petrow auch als begabter Kunstfälscher. Es folgten Aktionen in anderen Ländern, zum Beispiel in Berlin, wo ein aus Sankt Petersburg stammender Mann festgenommen wurde. Stolz verkündete die spanische Polizei nach der Aktion, es sei "die weltweit bedeutendste kriminelle Struktur russischer Herkunft völlig vernichtet" worden.