Jan Ullrich gerät zum Thema Doping weiter unter Druck
In einem der "Süddeutschen Zeitung" vorliegenden Fax wird der Tour-de-France-Sieger von 1997 erstmals direkt mit dem im Mittelpunkt der Affäre stehenden spanischen Arzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht. Wie das Blatt berichtet, befindet sich der Name "Jan Ulrich" (mit nur einem "l" geschrieben) in einem mit "Eufuentes" unterzeichneten Schreiben an den Kolumbianer Nelson Giraldo Flores auf einer Liste von Rad-Profis und Mitarbeitern.
Fuentes bitte seinen Bekannten Giraldo, nach "SZ"-Angaben sein Kurier, darin um "Hilfe und Mitarbeit" für das "Festival im Mai". Damit ist nach Angaben des Blattes der Giro d'Italia gemeint. Jan Ullrich hat bisher stets bestritten, in die Doping-Affäre verstrickt zu sein und überhaupt Kontakt zu Fuentes gehabt zu haben, der als Drahtzieher des Skandals gilt.
Entrüstet reagierte Ullrichs Manager Wolfgang Strohband auf die Veröffentlichung. "Das in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichte Schriftstück liegt uns vor, wir kennen es. Dort wird der Name Jan Ullrich kurioserweise unter Nummer sieben aufgeführt. Bisher hieß es immer, er sei die Nummer eins. Was da in dem Artikel steht, ist völlig unmöglich", sagte Strohband der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Ob Ullrich dagegen juristisch vorgehen werde, "haben wir uns noch nicht überlegt".