Dank Edeljoker Hugo Almeida hat Werder Bremen zum 19. Mal das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht und darf weiter vom siebten Pokaltriumph träumen. Der Portugiese erzielte den Siegtreffer zum 2:1 (1:0) über 1899 Hoffenheim.
Werders Almeida (M) zieht zum 2:1 ab, Hoffenheims Vorsah (l) und Ibertsberger kommen zu spät.
Naldo hatte mit einem Traumtor (27. Minute) die Hausherren in Front geschossen. Nach der Pause ließ Prince Tagoe die Hoffenheimer hoffen (73.), ehe Almeida (75.) für die Entscheidung sorgte. Dadurch dürfen die in der Liga enttäuschenden Werderaner auch weiter mit dem erneuten Einzug in den Europapokal liebäugeln.
Der Bremer Naldo jubelt über sein Tor zum 1:0.
«Wir stehen im Halbfinale, das ist was ganz Besonderes», freute sich Marko Marin. Trainer Thomas Schaaf betonte: «Wir wollten heute hier das Spiel gewinnen, um im Pokal weiterzukommen.» Gleichzeitig blickte der Coach nach vorne auf die anstehenden Aufgaben in der Meisterschaft: «Wichtig wird für uns sein, auch in der Liga zu bestehen.»
Bremens Claudio Pizarro (l) wird von Luiz Gustavo (M) und Carlos Eduardo gestoppt.
«Ich denke wir haben ein Klasse-Spiel gemacht», sagte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick, der seinen Spielern keinen Vorwurf machen wollte. Verteidiger Christian Eichner meinte: «Die Enttäuschung ist riesengroß.»
Bremens Pasanen (l) schaut dem Duell zwischen Frings (r) und Carlos Eduardo zu.
Bei Schneefall und Minustemperaturen im Weserstadion fanden die Bremer besser ins Spiel und hatten in der 9. Minute die erste Chance per Konter, doch Isaac Vorsah fing eine Hereingabe von Mesut Özil vor dem einschussbereiten Claudio Pizarro ab. Auf dem aufgeweichten und seifigen Boden taten sich die Bremer vor allem im Abschluss schwer. Hoffenheims improvisierte Vierer-Abwehrkette stand sehr tief, hatte die Werder-Offensive der Anfangsphase aber im Griff.
Werders Torwart Tim Wiese geht vom Platz.
Bezeichnenderweise war es eine Standardsituation, durch die der sechsmalige Pokal-Sieger in Führung ging: Verteidiger Naldo zirkelte nach knapp einer halben Stunde einen indirekten Freistoß von der linken Strafraumgrenze genau ins lange Eck und ließ TSG-Schlussmann Timo Hildebrand keine Chance.
Zweikampf zwischen Bremens Clemens Fritz (r) und dem Hoffenheimer Maicosuel.
War das 1:0 für die Schaaf-Schützlinge durchaus verdient, so wirkte der Rückstand auf der anderen Seite wie ein Weckruf: Vor allem über die Außenbahnen wurden die Gäste gefährlicher und profitierten zudem von nun tief stehenden Bremern. Folgerichtig kamen die Hoffenheimer zu ihren ersten Torchancen. Schon nach gut einer halben Stunde hätte Kapitän Per Nilsson für den Ausgleich sorgen können, doch der Kopfball des Schweden nach einem Freistoß von Maicosuel ging am langen Pfosten vorbei (33.). Tim Wiese sah dabei nicht gut aus.
Es sollte eine der letzten Aktionen des Nationaltorhüters bleiben, der sich einen Nerv im Rücken einklemmte und in der Pause durch Christian Vander ersetzt wurde. Die Nummer zwei im Bremer Tor war anfangs wenig gefordert, wie in Durchgang eins nahmen zunächst wieder die Hausherren das Heft in die Hand. Nach nur wenigen Sekunden hätte Marin für die Vorentscheidung gesorgt, doch einen Schlenzer konnte Hildebrand mit den Fingerspitzen zur Ecke klären.
Rangnick musste reagieren, brachte Tagoe als zusätzlichen Stürmer. Nur 89 Sekunden nach seiner Einwechslung köpfte der Ghanaer zum 1:1. Die Partie war wieder offen - allerdings nur für knapp zwei Minuten, bis der ebenfalls eingewechselte Almeida einen Konter abschloss.
Die TSG hat seinen neuen Coach vorgestellt: Markus Babbel tritt die Nachfolge von Holger Stanislawski an. "Er wird in erster Linie psychologisch tätig sein müssen", sagt der 1899-Manager. mehr
Wenige Stunden nach seiner Verurteilung wegen Dopings meldet sich Jan Ullrich. Er gibt zu mit dem Skandalarzt Fuentes Kontakt gehabt zu haben. Das Urteil des Sportgerichtshofs werde er nicht anfechten. mehr
Der internationale Sportgerichtshof (Cas) mag gelegentlich langsam arbeiten, doch er arbeitet gründlich. Dieser Akribie hätte es im Fall Ullrich gar nicht bedurft - der Fall war klar. mehr
Sein dritter Platz bei der Tour de France 2005 ist aberkannt. Die Richter halten eine Verstrickung Ullrichs die Doping-Affäre um den spanischen Mediziner Eufemiano Fuentes für bewiesen. mehr
In dieser Saison wird es voraussichtlich ein weiteres Elite-Radrennen in China geben. Wie der Weltverband UCI in Genf mitteilte, soll die Tour von Hangzhou als 28. Rennen im Rahmen der WorldTour in den Kalender aufgenommen werden. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!