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  Südafrika 2010 FTD-Serie: WM am Kap der guten Hoffnung

Bei der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr hofft Deutschland wieder auf den Titel. Doch etliche andere Nationen haben mindestens so gute Voraussetzungen wie die DFB-Elf. FTD.de analysiert in einem Spezial die Chancen, verfolgt alle Spiele rund um die WM und präsentiert Fakten, Neuigkeiten und Hintergründe.

Merken   Drucken   21.06.2010, 11:22 Schriftgröße: AAA

WM-Kader: Deutschland braucht Dortmunder

Ob Paraguay oder Serbien - Mannschaften mit Spielern, die bei Borussia Dortmund unter Vertrag stehen, haben bei dieser WM Erfolg. Blöd nur, dass Bundestrainer Jogi Löw keins der zahlreichen BVB-Talente nominiert hat. von Carsten Heidböhmer
Die serbische Nationalmannschaft hat bei der WM 2010 einen klassischen Fehlstart hingelegt. Das Auftaktmatch gegen Ghana verlor die Balkan-Elf mit 0:1. Neven Subotic von Borussia Dortmund konnte dies nicht verhindern - er musste sich den größten Teil der Partie von der Bank aus ansehen. Im zweiten Spiel machte es Serbiens Trainer Radomir Antic besser: Er brachte den BVB-Profi von Beginn an - und gewann gegen die favorisierten Deutschen.
Die Dortmunder Lucas Barrios (r) und Nelson Valdez spielen ...   Die Dortmunder Lucas Barrios (r) und Nelson Valdez spielen erfolgreich für Paraguay.
Paraguay hat sogar zwei Dortmunder im Kader. Und setzt sie beide ein. Nelson Valdez und Lucas Barrios standen in beiden Vorrundenpartien in der Startelf. Mit großem Erfolg: Gegen Weltmeister Italien erkämpften die Südamerikaner ein 0:0, in der zweiten Begegnung spielte das Team sogar einen 2:0-Sieg heraus.
Und Deutschland? Ist in beiden Partien komplett ohne BVB-Spieler aufgelaufen. Das wird zumindest bei diesem Turnier auch so bleiben. Denn Bundestrainer Jogi Löw hat keinen einzigen Dortmunder Profi in den WM-Kader berufen. Und das, obwohl das Team von Jürgen Klopp eine hervorragende Saison gespielt hat und über eine ganze Reihe vielversprechender Jungstars verfügt: Sven Bender, Kevin Großkreutz, Marcel Schmelzer und Mats Hummels - sie alle würden die deutsche Nationalmannschaft bereichern. Gerade an Positionen, wo die DFB-Elf zuletzt eklatante Schwachstellen offenbart hat: Marcel Schmelzer etwa würde die linke Abwehrseite weitaus besser abdichten als der überforderte Holger Badstuber. Und hätte Kevin Großkreutz anstelle von Lukas Podolski auf dem Platz gestanden, wäre die Sache mit dem Elfmeter ganz anders gelaufen.
Nun gut, diese Einsicht erreicht den Bundestrainer für die WM in Südafrika zu spät. Doch in zwei Jahren steht die nächste Europameisterschaft an: Bis dahin kann Jogi Löw eine neue Mannschaft formen, in der möglichst viele Borussen auf dem Platz stehen. Denn dann ist alles möglich: Wenn Paraguay und Serbien mit drei Dortmundern aus drei Spielen sieben Punkte holen - wie viele Punkte holt die deutsche Nationalelf mit vier Dortmundern?

Gefunden bei: stern.de

  • stern.de, 21.06.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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