Hertha BSC und der 1. FC Köln müssen bis zum 34. und letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga vor dem Abstieg zittern - der FC Augsburg und der Hamburger SV sind vorzeitig gerettet. Schalke 04 sicherte sich dagegen im letzten Heimspiel vorzeitig den dritten Tabellenplatz und den direkten Einzug in die Champions League.
Trotz der 1:4-Niederlage beim SC Freiburg behaupteten die Kölner am Samstag Relegationsplatz 16 und liegen weiter zwei Punkte vor Hertha BSC, das beim FC Schalke 04 mit 0:4 verlor. Aber es bleibt spannend: Zum Saisonfinale empfängt die Hertha am kommenden Samstag Hoffenheim, Köln hat Champions-League-Finalist Bayern München zu Gast. Die Berliner haben den auf dem Papier deutlich leichteren Gegner, zumal Hoffenheim derzeit nach kurzem Zwischenhoch im Abswärtstrend ist. Bei einem Berliner Sieg müsste Köln aufgrund des schlechten Torverhältnisses gegen die Bayern schon gewinnen, um nicht direkt abzusteigen.
Köln hielt in Freiburg nur zeitweilig mit, markierte durch Podolski zwischenzeitlich den Ausgleich, brach am Ende aber total ein. Hertha BSC war dagegen von Beginn ohne Chance und durfte es nur der schlechten Chancenauswertung der Schalker verdanken, dass man bis zehn Minuten vor Schluss nur 0:1 zurücklag. Dann ging es Schlag auf Schlag. Schalkes Torjäger Klaas-Jan Huntelaar traf doppelt und führt mit 27 Toren jetzt die Torschützenliste knapp vor Mario Gomez (26) an.
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Aufsteiger FC Augsburg und der Hamburger SV brachten sich in der 33. Runde mit torlosen Unentschieden endgültig in Sicherheit. Die Schwaben ertrotzten bei Borussia Mönchengladbach ein 0:0, auch im Spiel des HSV gegen den FSV Mainz 05 fielen keine Tore.
Nach dem VfB Stuttgart hat auch Bayer Leverkusen die Teilnahme an der Europa League endgültig sicher. Die Werkself bezwang den direkten Rivalen Hannover 96 durch einen Treffer von Stefan Kießling (75. Minute) mit 1:0 und zog am VfB (0:2 bei Bayern München) vorbei auf Platz fünf der Tabelle. Mario Gomez (32.) und Thomas Müller (90.+2) entschieden für die Bayern das Südderby bei sommerlichen Temperaturen.
Im Kampf um Platz sieben besitzt Hannover 96 trotz der Niederlage weiter die besten Karten. Die Niedersachsen haben einen Punkt Vorsprung auf den Achten VfL Wolfsburg und empfangen am letzten Spieltag Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Wolfsburg erhielt sich mit einem 3:1 gegen Werder seine kleine Europa-Chance. Hasan Salihamidzic (39.) und Doppel-Torschütze Patrick Helmes (66./89.) trafen für die Elf von Felix Magath, Markus Rosenberg (45.) für die Bremer, die ihre Negativserie fortsetzten und nur noch theoretische Chancen auf die Europa-League haben. Über weite Strecken der Saison hatten sie unter den ersten Sechs gelegen. Jetzt sind sie nur noch Neunter.
Ähnlich schlecht wie die Bremer ist auch Hoffenheim drauf: Mit einem 2:3 gegen Nürnberg verspielte das Team von Trainer Markus Babbel auch die letzte theoretische Chance auf eine Europacup-Teilnahme. Tomas Pekhart (9./71.) und Daniel Didavi (45.) trafen für die Franken, die zum fünften Mal nacheinander unbesiegt blieben, Andreas Beck (22.) und Edson Braafheid (87.) waren die Torschützen für 1899. Für Babbel gibt es am letzten Spieltag dennoch noch einmal ein Highlight: Er trainierte in der Vorrunde Hertha BSC, ging nach Querelen mit Sportdirektor Michael Preetz - und kann sich jetzt an der Hertha-Führung rächen. In Hoffenheim folgte Babbel Holger Stanislawski, machte es aber nicht besser als sein Vorgänger.
Zu guter Letzt das torreichste Spiel: Der frischgebackene Meister setzte seine Rekordjagd fort. Mit dem 5:2 bei Absteiger Kaiserslautern blieb Borussia Dortmund zum 27. Mal in Serie ungeschlagen und erhielt sich die Chance auf einen neuen historischen Bundesliga-Punkterekord. Edelreservist Lucas Barrios (18.26./55.) mit einem Dreierpack, Mario Götze (33.) und Ivan Perisic (76.) sorgten für den Sieg des BVB, Felipe Santana (16./Eigentor) und Pierre de Wit (49.) trafen für den FCK.