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Merken   Drucken   06.11.2011, 20:25 Schriftgröße: AAA

Fußball-Bundesliga: Schalke rutscht von zwei auf fünf

Die Gelsenkirchener sind nicht mehr Bayernjäger Nummer eins. Mit zwei verlorenen Punkten in Hannover geben sie die Rolle an den Erzrivalen BVB ab, der gegen Wolfsburg brillierte.
Der Bundesliga-Spitzenreiter FC Bayern München geht mit einem Fünf-Punkte-Polster in die Länderspielpause. Wie erwartet gewannen die Bayern am Sonntag das Derby gegen den FC Augsburg. Das 2:1 hatte der Rekordmeister vor allem Nationalkeeper Manuel Neuer zu verdanken. "Er hat seinen Job gemacht", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß.
Der FC Schalke 04 verlor derweil die Position direkt hinter dem FC Bayern München. Der Revierclub kam im Duell der beiden Europa-League-Teilnehmer am Sonntag bei Hannover 96 nicht über ein 2:2 (1:1) hinaus und fiel nach dem ersten Remis der Saison in der Tabelle der Fußball-Bundesliga vom zweiten auf den fünften Platz zurück. Der Finne Teemu Pukki vertrat mit seinen beiden Toren den verletzten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar zwar glänzend, doch Kyriakos Papadopoulos mit einem Eigentor und Mohammed Abdellaoue sicherten Hannover einen Punkt. Unterdessen nimmt Meister Borussia Dortmund Fahrt auf.
Kevin Großkreutz springt nach dem 3:1 zu seinen BVB-Kollegen   Kevin Großkreutz springt nach dem 3:1 zu seinen BVB-Kollegen
Vier Tage nach dem ersten Erfolg in der Champions League trumpfte Dortmund mit schon fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen auch in der Liga auf und erteilte dem VfL Wolfsburg beim 5:1 eine Lehrstunde. "Das war das, was wir unter Fußball verstehen. Von der ersten bis zur letzten Minute ein großartiges Spiel", befand BVB-Trainer Jürgen Klopp. Dabei gefielen vor allem die Youngster Mario Götze und Moritz Leitner. Dortmund ist nun Tabellenzweiter.
Werder Bremen hält sich dank der Treffsicherheit von Claudio Pizarro in der Verfolgergruppe. Mit einem Hattrick drehte der Peruaner nach 0:2-Rückstand gegen den 1. FC Köln die Partie. "Man kann einfach nicht in Worte fassen, wie wichtig er für uns ist", meinte Werder-Kapitän Clemens Fritz nach dem 3:2-Sieg. "Früher habe ich manchmal besser gespielt, aber ich mache jetzt Tore, die ich sonst nicht gemacht habe", sagte Pizarro.
Der VfB wird auf dem Weg nach oben gestoppt
Auch Borussia Mönchengladbach hat sich in der Spitzengruppe festgesetzt. Bei seiner Rückkehr nach Berlin konnte sich Borussias Trainer Lucien Favre bei Marco Reus bedanken, der mit einem Doppelpack den dritten Auswärtssieg der Saison perfekt machte. Der Jung-Nationalspieler, der schon den letzten Heimsieg gegen Hannover mit zwei Treffern sicherte, blieb bescheiden: "Nicht nur ich bin gut drauf - die ganze Mannschaft ist es."
Nur ein Sieg aus den letzten vier Bundesligaspielen reicht Bayer Leverkusen nicht, um den Sprung in die Top Five der Tabelle zu schaffen. "Platz acht, neun - das ist natürlich nicht unser Anspruch", sagte Bayer-Profi Michael Ballack nach dem 2:2 gegen den Hamburger SV, der nach einem 0:2-Rückstand noch einmal zurück kam.
Der VfB Stuttgart wurde auf dem Weg nach oben von den zuvor neun Spiele sieglosen Mainzern gestoppt. Zwei Treffer von Anthony Ujah und einer von Andreas Ivanschitz sorgten für den ersten Erfolg der Rheinhessen nach 89 Tagen. "Wir haben immer gewusst, dass wir uns das Selbstvertrauen nicht nehmen lassen", sagte der Mainzer Abwehrspieler Niko Bungert. VfB-Coach Bruno Labbadia sah sein Team vom Schiedsrichter benachteiligt, der Mainzer Eugen Polanski und Stuttgarts Maza wurden des Feldes verwiesen.
Papiss Demba Cisse führte den SC Freiburg in der Nachspielzeit beim 1. FC Nürnberg per Elfmeter zum 2:1-Sieg. Bei den seit sieben Spielen sieglosen Franken machen sich allmählich Abstiegssorgen breit. Unglücksrabe war Timm Klose, dessen Fehler in der Schlussphase zum Strafstoß führte. Freiburgs Trainer Marcus Sorg war erleichtert: "Wir haben wichtige Punkte geholt, die wir uns lange verdient haben."
Auch der 1. FC Kaiserslautern sammelt fleißig Punkte für den Klassenverbleib. Die seit vier Spielen unbesiegten Pfälzer hätten bei schwachen Hoffenheimern sogar gewinnen müssen, erreichten am Ende aber immerhin ein 1:1. 1899-Trainer Holger Stanislawski war mächtig sauer. "Wir haben alles falsch gemacht und einen glücklichen Punkt gestohlen. Das war das schlechteste Spiel der Saison", befand der Coach.
  • dpa, 06.11.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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