Filip Daems ist mittlerweile nicht nur einer der dienstältesten Profis, sondern der «Oldie» im Team des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach. Seine Stammposition auf der linken Abwehrseite gibt der Kapitän und Dauerbrenner nicht kampflos her.
Der Gladbacher Kapitän ist Mr. Zuverlässig.
Auch die Verpflichtung des schwedischen Linksverteidigers Oscar Wendt bringt den 32 Jahre alten Belgier nicht aus der Ruhe. «Ich bin mir bewusst, dass das eine neue Konkurrenzsituation ist. Auf meiner Seite haben sie einen richtig Guten geholt. Aber der Situation stelle ich mich», sagte Daems zu Saisonbeginn.
Seit Januar 2005 spielt der Linksverteidiger bei Borussia und ist somit der «letzte Mohikaner» aus dem «Kaufhaus des Westens». So wurde der Club in der Winterpause 2005 wegen seiner großen Einkaufstour bezeichnet. Unter dem damaligen Trainer Dick Advocaat wurden zur Halbserie sieben neue Spieler verpflichtet, dazu kamen die Junioren Eugen Polanski und Marcell Jansen. Advocaat war wenige Monate später wieder weg, auch acht der neun Profis spielen mittlerweile nicht mehr in Mönchengladbach - Daems ist immer noch da.
Und der läuft und läuft und läuft: In der abgelaufenen Serie hat der Kapitän als einziger Borussen-Profi alle Bundesligaspiele inklusive der beiden Relegationspartien absolviert und damit auch seinen neuen Coach Lucien Favre beeindruckt. «Seit ich da bin, hat Filip Daems gut gespielt und wenig Fehler gemacht», befand der Gladbacher Coach, der bislang keine Veranlassung sah, seinen Kapitän aus der Mannschaft zu nehmen.
Vor allem als sicherer Elfmeterschütze hat sich der Abwehrspieler einen Namen gemacht. In der vergangenen Saison verwandelte Daems alle Strafstöße sicher, auch gegen den VfB Stuttgart traf er in der vergangenen Woche wieder vom Punkt. Ein Erfolgsrezept für den hundertprozentigen Elfmeter hat er nicht. «Da gibt es eigentlich kein Geheimnis. Beim Strafstoß muss man einfach ruhig und trotzdem konzentriert bleiben», sagte der «Strafstoß-Torjäger». Manchmal habe er schon vorher eine Idee im Kopf. «Aber am Ende ist nur wichtig, dass der Ball drin ist».
Der Belgier hat auch schwierige Zeiten in Mönchengladbach hinter sich. Eine hartnäckige Fersenverletzung zwang ihn in der Saison 2006/2007 zu einer einjährigen Pause, die Mannschaft belegte am Ende Rang 18 und stieg zum zweiten Mal ab. Danach ging es für Daems und die Mannschaft aufwärts. Borussia stieg wieder in die Bundesliga auf, und der Kapitän absolvierte bis zum Ende der vergangenen Saison 122 von 136 Meisterschaftsspielen. «Ich hätte nichts dagegen, wenn es so weitergeht», sagte der Belgier.
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