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Merken   Drucken   13.03.2010, 22:25 Schriftgröße: AAA

Randale nach 1:2 von Hertha: Schutz für Spieler

100 bis 150 Chaoten aus dem Berliner Fanblock haben nach der 1:2-Niederlage von Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC gegen den 1. FC Nürnberg den Innenraum des Olympiastadions gestürmt.
Zuschauer stürmen in Berlin nach dem Spiel auf den Platz.   Zuschauer stürmen in Berlin nach dem Spiel auf den Platz.
Ordner und Polizisten hinderten die Randalierer am Vordringen in den Abgang zu den Spieler-Kabinen. Als die Chaoten, die teilweise Latten oder Fahnenstangen bei sich führten, auf das Spielfeld gelangten, feierten die Nürnberger Fußballer noch vor ihrem Fanblock ihren sechsten Saisonsieg. Die Profis flüchteten in die Katakomben des Stadions.
Bei der Attacke wurden vier Polizisten leicht verletzt, wie die Polizei am späten Abend mitteilte. Über die Art der Verletzungen machte ein Sprecher keine Angaben. Die Beamten hätten allerdings ihren Dienst beenden können. Die Randalierer hatten unter anderem Werbebanner und auch die Auswechselbänke beschädigt.
«Wir müssen entschieden dagegen vorgehen. Ich hoffe, dass sich da endlich welche finden, die Arsch in der Hose haben und dem Einhalt gebieten. Ich möchte nicht erleben, was passiert, wenn es den ersten Toten gibt», erklärte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking nach den Ausschreitungen und fügte im «Sky»-Interview hinzu: «Wir müssen aufpassen, dass der Fußball nicht verkommt.»
Zunächst hatte sich eine rund 80-köpfige Ordner-Gruppe vor den Chaoten zurückgezogen, die Polizei griff erst später ein. «Es ist eine geringe Anzahl von Gewaltbereiten, die diese Bühne nutzen. Dagegen muss man mit aller Härte vorgegangen werden», sagte Hertha- Coach Friedhelm Funkel.
Erst nach mehreren Minuten gelang es den Sicherheitskräften, die Lage zu beruhigen. Die Randalierer zogen sich in den Fanblock zurück. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, werde noch geprüft. «Die Sicherheitskräfte haben sich richtig verhalten, haben zunächst deeskalierend gewirkt», erklärte Hertha-Manager Michael Preetz.
  • dpa, 13.03.2010
    © 2010 Financial Times Deutschland,
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