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Merken   Drucken   13.12.2011, 16:38 Schriftgröße: AAA

Verletzter Spielmacher: VfL Wolfsburg trennt sich von Hleb

Seine Verletzungsanfälligkeit wurde ihm zum Verhängnis: Alexander Hleb muss zum Ende des Jahres den VfL Wolfsburg verlassen. Erst im August kam er als Leihspieler des FC Barcelona in die VW-Stadt.
Der dauerverletzte Fußball-Nationalspieler Alexander Hleb hat beim VfL Wolfsburg keine Zukunft. Der am Jahresende auslaufende Leihvertrag des Weißrussen wird deshalb nicht verlängert. "Das ist sehr, sehr bedauerlich. Ich hätte Hleb gerne verpflichtet und die Option gezogen, aber die erneuten verletzungsbedingten Probleme lassen das nicht zu", sagte VfL-Cheftrainer und -Geschäftsführer Felix Magath am Dienstag. Laut VfL-Mitteilung fiel der Beschluss zur Trennung einvernehmlich aus: "Man ist sich einig, dass die Zusammenarbeit aus dem genannten Grund nicht weitergeführt wird."
Da war die Welt noch in Ordnung: Magath und Hleb posieren mit Triko   Da war die Welt noch in Ordnung: Magath und Hleb posieren mit Triko
Magath hatte für den Neuaufbau des in der vergangenen Saison fast abgestiegenen Teams im Sommer gleich zwölf neue Akteure in die VW-Stadt geholt. Gerade bei Hleb, der einst in der Bundesliga beim VfB Stuttgart und später beim FC Arsenal in England für Furore gesorgt hatte, war er ein hohes Risiko eingegangen. Der 55-malige Nationalspieler hatte im Starensemble des FC Barcelona zuvor keine Chance auf einen Stammplatz gehabt - auch wegen seiner Verletzungsanfälligkeit.
Die wurde ihm nun auch in Wolfsburg, wo Magath ihn als Spielmacher im Mittelfeld eingeplant hatte, zum Verhängnis. Der 30-Jährige, der beim VfL nach Einsätzen bezahlt wird, kam in der Hinrunde lediglich in vier Pflichtspielen zum Zuge, sogar nur einmal von Spielbeginn an. Selbst die laut Medienberichten jüngste Offerte des FC Barcelona, Leihspieler Hleb vom Januar an zum Nulltarif für den VfL antreten zu lassen, änderte nichts mehr an der Konsequenz der Wolfsburger.
"In einer 100-prozentigen Verfassung hätte er uns mit seiner fußballerischen Qualität sicherlich weitergeholfen", sagte Magath und sprach damit eine Voraussetzung an, die Hleb nie erfüllen konnte. Entsprechend enttäuscht äußerte sich auch der Profi, der nach einer Meniskusoperation im Sommer nicht wieder richtig auf die Beine gekommen ist und dessen Karriere nun sogar auf der Kippe stehen könnte. Wegen hartnäckiger Muskelprobleme, die vorerst keinen Einsatz mehr zulassen, hält er sich derzeit zur Behandlung in München auf.
"Ich war auf einem sehr guten Weg, wieder richtig fit zu werden und an meine alte Form anzuknüpfen. Dieser Rückschlag trifft mich natürlich hart, weil ich mir hier in Deutschland viel vorgenommen habe", sagte der Pechvogel. Die Feiertage und die Winterpause will Hleb "intensiv" zum gezielten Aufbautraining nutzen, in der Hoffnung, im neuen Jahr "wieder voll einsteigen" zu können.
  • dpa, 13.12.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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