Der Rechtsstreit zwischen dem SC Freiburg und Yacine Abdessadki geht weiter. Der Fußball-Bundesligist und sein fristlos gekündigter Spieler konnten sich beim Gütetermin vor dem Arbeitsgericht Freiburg nicht auf eine Einigung verständigen.
Yacine Abdessadki war vom SC Freiburg fristlos gekündigt worden. Foto: Rolf Haid
Der Richter versuchte, beide Seiten zu einer außergerichtlichen Einigung zu bewegen und schlug eine ordentliche Kündigung des bis zum 30. Juni 2013 bestehenden Vertragsverhältnisses vor. Der Prozess wurde erst einmal bis zum 1. März vertagt. «Es ist sehr schade, dass der SC so reagiert. Ich habe sehr viel für den Verein getan», sagte Abdessadki. Die Freiburger hatten dem 31 Jahre alten Profi im Dezember fristlos gekündigt. Ihm wird laut Klageschrift vorgeworfen, beim Auswärtsspiel in Köln am 10. Dezember in einem Hotel mehrere Flaschen Shampoo im Gesamtwert von 75 Euro nicht bezahlt zu haben. Die Rechnung ging an den SC. Der Franzose bestreitet dies.
«Er ist europaweit behaftet mit diesem Stigma. Von Norwegen bis Dubai ist es unmöglich, einen neuen Verein zu finden», meinte Abdessadkis Anwalt Werner Schurig. Der Verein dagegen behauptet, im Zweitligisten FC Ingolstadt längst einen neuen Club für Abdessadki gefunden zu haben. Dort hätte der Franzose für zweieinhalb Jahre unterschreiben können, aber er habe abgelehnt. Zurzeit hält sich der Mittelfeldspieler privat in Frankreich fit.
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