Die «Gallier der zweiten Liga», wie Präsident Heinz-Jürgen Gosda seinen Club gerne nennt, setzen auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga alles daran, die Klasse zu halten. Wie die unbeugsamen Asterix und Obelix wollen die Ahlener mit bescheidenen Mitteln gegen die finanziell überlegene Konkurrenz bestehen.
Das Vereins-Logo des Fußball-Bundesligisten Rot Weiss Ahlen.
Die «Gallier der zweiten Liga», wie Präsident Heinz-Jürgen Gosda seinen Club gerne nennt, setzen auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in die zweite Bundesliga alles daran, die Klasse zu halten. Wie die unbeugsamen Asterix und Obelix wollen die Ahlener mit bescheidenen Mitteln gegen die finanziell überlegene Konkurrenz bestehen.
Trainer Stefan Emmerling hat gemeinsam mit Manager Stefan Grädler die Mannschaft beim Vorjahreszehnten fast komplett umgebaut und über ein Dutzend neuer Spieler geholt - allesamt ablösefrei, versteht sich. Beide mussten jedoch nach der 1:4-Niederlage am 6. Spieltag gehen. Ein Punkt aus sechs Spielen und der vorletzte Tabellenrang war dem Präsidium zu wenig. «Sowohl Trainer als auch Manager sind für die schlechte Leistung des Teams verantwortlich», sagte Vereinschef Gosda. Und mit Andreas Zimmermann, der bisher die 2. Mannschaft in der Verbandsliga trainierte, hatte die Clubspitze auch schon den Nachfolger bereit: «Zimmermann ist keine Interimslösung, er ist die Lösung.»
Bei den Neuverpflichtungen setzten die Rot-Weißen auf eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern. Torwart Sascha Kirschstein, der schon 23 Mal für den Hamburger SV im Kasten stand, trifft in Ahlen seinen guten Kumpel Daniel Felgenhauer wieder, mit dem er gemeinsam bei Greuther Fürth aktiv war. Mittelfeldspieler Felgenhauer absolvierte 263 Zweitligaspiele für die Franken. Für Christian Mikolajczak und Darlington Omodiagbe ist Ahlen bereits die sechste bzw. siebte Profi-Station in Deutschland.
Im Angriff streiten sich mit Lars Toborg, Thomas Bröker und Marcel Reichwein drei Stürmer um den Platz in der Zentrale. «Die können sich ruhig duellieren», sagt Emmerling. Nach starken Jahren in Ahlen schien der erfahrene 33-jährige Toborg gesetzt. Doch der zehn Jahre jüngere Reichwein machte in der Saison-Vorbereitung mit vielen Toren auf sich aufmerksam. «Wir haben den schmalsten Unterbau der 36 Proficlubs. Mit noch weniger Geld kann man in dieser Liga nicht mehr spielen», sagte Gosda.
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