Teamchef Babbel hatte seine Mannschaft erstaunlich offensiv ausgerichtet. Den zuletzt formschwachen Kapitän Thomas Hitzlsperger ließ er zunächst auf der Bank. Dafür rückte Ricardo Osorio nach seinem ausgeheilten Muskelfaserriss wieder in das Team. Pavel Pogrebnyak ersetzte im Sturm Ciprian Marica.
Die erste Halbzeit der Stuttgarter war eine Kopie ihren letzten Auftritte. Sie begannen stark, attackierten früh, kombinierten und erarbeiteten sich schnell ein Übergewicht im Mittelfeld. Die Rangers, die ihre Heimspiele gegen Sevilla und Unirea Urziceni jeweils mit 1:4 verloren hatten, agierten defensiv und fielen nur durch ihre harte Gangart auf.
So kamen die Gäste folgerichtig zu Chancen. Schon in der siebten Minute prüfte VfB-Stürmer Cacau aus 16 Metern Rangers-Keeper Allan McGregor. Neun Minuten später dann der verdiente Lohn: Eine tolle Kombination von Cacau und Alexander Hleb vollendete Rudy zur Führung. Kurze Zeit darauf jubelten die Stuttgarter erneut: Doch das Freistoß- Tor durch Kuzmanovic wurde wegen Abseitsposition von Ersatz-Kapitän Matthieu Delpierre zu recht abgepfiffen.