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Merken   Drucken   29.07.2011, 11:04 Schriftgröße: AAA

Fußball-Weltmeisterschaft 2014: Ronaldo zieht das deutsche Los

Der Ex-Weltstar lost In Rio de Janeiro die Gruppen für die WM-Qualifikation aus. Während die Veranstalter vor allem mit dem Stadionbau zu kämpfen haben, zittert die deutsche Nationalelf höchstens vor großen Namen.
Wenn der frühere Weltstar Ronaldo am Samstag die deutschen Gruppengegner für die WM-Qualifikation 2014 aus dem Lostopf zieht, wird sich Bundestrainer Joachim Löw die Show aus der Heimat anschauen. Der 51-Jährige verzichtet auf einen Kurztrip nach Südamerika, um sich gezielt auf das Länderspiel gegen den kommenden WM-Gastgeber vorzubereiten. Am 10. August startet die DFB-Auswahl in Stuttgart gegen Rekordweltmeister Brasilien in die EM-Vorbereitung. Deshalb steht auf Löws Agenda nicht die Copacabana, sondern die deutsche Fußballprovinz.
Die kleine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird von Teammanager Oliver Bierhoff angeführt. "Wir hoffen auf eine attraktive Gruppe, aber unser Fokus liegt derzeit natürlich auf der EM-Qualifikation und der Vorbereitung der EURO 2012 in Polen und der Ukraine", sagte Bierhoff vor dem Abflug nach Rio.
Dabei können sich den Deutschen einige Schwergewichte in den Weg stellen. In Topf 2 liegen Frankreich, Russland, Serbien, die Türkei, Dänemark, Slowenien, Slowakei, Montenegro und Schweden. Die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld lauert in Lostopf 3 - wie unter anderem auch Tschechien, Belgien oder die Ukraine.
FIFA spart mit Stadionkritik
Ein Duell mit Bulgarien könnte sich aus Topf 4 ergeben, wo auch Österreich oder Polen vertreten sind. Die neun Gruppensieger qualifizieren sich direkt für die Endrunde 2014 in Brasilien. Die besten acht Gruppenzweiten ermitteln in Relegationsspielen vier weitere Teilnehmer. Die Qualifikationsspiele beginnen allerdings erst nach der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine im September 2012.
Warme Worte von Fifa-Präsident Joseph Blatter   Warme Worte von Fifa-Präsident Joseph Blatter
Pünktlich zur feierlichen Auslosung hat auch der Weltverband Fifa nach zuletzt harscher Kritik den lokalen Organisatoren sein Vertrauen ausgesprochen. "Brasilien ist nicht nur ein Fußball-Land, sondern ein Land des Glücks, des Feierns und einer florierenden Wirtschaft", sagte Fifa-Präsident Joseph Blatter.
Dort gab es zuletzt massive Probleme beim Stadionbau. "Wir sind zuversichtlich, dass Sao Paolo zustandekommt", sagte Jerome Valcke, Generalsekretär des Weltverbandes. Ob dort das Eröffnungsspiel am 12. Juni 2014 stattfindet, entscheidet sich erst im Oktober. Das Endspiel ist für den 13. Juli terminiert - und soll im komplett renovierten Maracana-Stadion in Rio steigen.
  • dpa, 29.07.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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