Wenn der frühere Weltstar Ronaldo am Samstag die deutschen Gruppengegner für die WM-Qualifikation 2014 aus dem Lostopf zieht, wird sich Bundestrainer Joachim Löw die Show aus der Heimat anschauen. Der 51-Jährige verzichtet auf einen Kurztrip nach Südamerika, um sich gezielt auf das Länderspiel gegen den kommenden WM-Gastgeber vorzubereiten. Am 10. August startet die DFB-Auswahl in Stuttgart gegen Rekordweltmeister Brasilien in die EM-Vorbereitung. Deshalb steht auf Löws Agenda nicht die Copacabana, sondern die deutsche Fußballprovinz.
Die kleine Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird von Teammanager Oliver Bierhoff angeführt. "Wir hoffen auf eine attraktive Gruppe, aber unser Fokus liegt derzeit natürlich auf der EM-Qualifikation und der Vorbereitung der EURO 2012 in Polen und der Ukraine", sagte Bierhoff vor dem Abflug nach Rio.
Dabei können sich den Deutschen einige Schwergewichte in den Weg stellen. In Topf 2 liegen Frankreich, Russland, Serbien, die Türkei, Dänemark, Slowenien, Slowakei, Montenegro und Schweden. Die Schweiz mit Trainer Ottmar Hitzfeld lauert in Lostopf 3 - wie unter anderem auch Tschechien, Belgien oder die Ukraine.