Mit Stranzl, Dante, Reus und Hanke hat man in Mönchengladbach die wertvollsten Profis halten können. Dazu wurden für alle Mannschaftsteile vornehmlich junge Spieler neu verpflichtet, die Druck auf die etablierten Profis ausüben sollen. Polyvalente Talente, um die Lieblingswendung von Lucien Favre zu bemühen, wie etwa der vom Karlsruher SC losgeeiste Lukas Rupp (20), der giftige Japaner Yuki Otsu (21) oder der von Manchester United ausgeliehene Norweger Joshua King (19), der zum 1. August zur Mannschaft stößt. So breit aufgestellt, kann man nach vorne "schon ganz andere Sachen als im letzten halben Jahr" machen, wie Stranzl hofft.
Der Optimismus ist zurück im Traditionsverein, der Rekorde an Saisontickets (27500) und Mitgliedern (fast 46.000) meldet. Doch seine Entscheider geben auch nach dem Pokalerfolg in Regensburg (3:1), zu dem Stranzl den Führungstreffer beisteuerte, keine Prognosen ab. Wer Favre oder den sportlichen Leiter Max Eberl nach Saisonzielen fragt, erntet dieser Tage nur ein freundliches Lächeln.
Dass man den imposanten Lauf aus der Rückrunde hinüberretten könnte, ist ja nur eine vage Hoffnung. "Noch mal zu bestätigen, was wir da geleistet haben, wird um einiges schwieriger", ahnt Stranzl. Zumal die ersten vier Pflichtspiele die Borussen mit Bayern München, Stuttgart, Wolfsburg und Schalke zusammenführen, sagt Stranzl: "Da wird man ja sehen, wie viel wir gelernt haben.