Wladimir Putin
Die Aufregung ist groß in Zürich. Und sie wurde noch angefacht durch die brüske Reaktion der Fifa auf die neuesten Berichte über Korruption in der Chefetage des Weltverbands. In einer schlichten Erklärung befand die Fifa die bekannt gewordenen Schmiergeldzahlungen an Top-Funktionäre wie den brasilianischen Verbandschef Ricardo Teixeira für gegenstandslos. Immerhin befasst sich nun sogar die lang zurückhaltende Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) mit dem Thema, weil einer der Fußballbosse, Afrikas, Issa Hayatou, auch dem IOC angehört. Hayatou wurde nach FTD-Informationen hinter den Kulissen nun ausgerechnet von jenem Mann entlastet, der einst im Auftrag des Marketingkonzerns ISL mehr als 140 Mio. Franken Schmiergeld verteilt hatte: Jean-Marie Weber.
Unterdessen marschieren hochrangige Politiker, Sportstars und andere VIPs in Zürich auf, sämtliche Fünfsternehotels sind ausgebucht. David Cameron ist da, der britische Premierminister, Zinedine Zidane, der Fußballgott, Prinz William, der Bräutigam von Kate, Bill Clinton, der Mann von Hillary, Cristiano Ronaldo, der Künstler am Ball, José Luis Rodríguez Zapatero, Spaniens Regierungschef, und David Beckham natürlich auch. Staats- und Regierungschef aus fast allen der insgesamt elf Bewerberländer sind da - aber Putin?