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16.11.2011, 19:44
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Qualifikation gegen Bosnien-Herzegowina:
Kantersieg bringt Portugal zur EM
Im letzten Spiel zeigt sein Team doch noch Qualität. Doch Trainer Paulo Bento kennt die Schwächen seiner Mannschaft nur zu gut.
von Thilo Wagner, Lissabon
Vor dem 6:2-Kantersieg gegen Bosnien-Herzegowina im Endspiel um den letzten EM-Qualifikationsplatz wollte Portugal nichts dem Zufall überlassen. Nationalcoach Paulo Bento entschied sich dafür, das Spiel im Luz-Stadion in Lissabon austragen zu lassen, das für die Selecção ein Glücksbringer und Schauplatz von wichtigen Siegen in entscheidenden Partien gewesen ist.
Und noch einen Talisman brachten die Portugiesen ins Spiel: Rekordnationalspieler Luís Figo wurde vor dem Spiel für seine Verdienste auf dem Rasen geehrt. Der ehemalige Weltklassefußballer nimmt immer noch einen ganz besonderen Platz in den Herzen der Portugiesen ein. Als Glücksbringer in Qualifikationsspielen hat Figo allerdings eine zwiespältige Vergangenheit: Figo und die sogenannte "Goldene Generation" verpassten in den 90er-Jahren die Teilnahme an drei großen Turnieren.
Trainer Paulo Bento kennt die Schwächen seiner Mannschaft nur zu gut
Auch die Qualifikationsphase für die EM 2012 lief nicht nach den Vorstellungen der mittlerweile doch etwas mehr Erfolg gewohnten Portugiesen. Paulo Bento hatte im September 2010 das Kommando in der Nationalelf übernommen, nachdem Vorgänger Carlos Queiroz die EM-Teilnahme gegen Zypern (4:4) und Norwegen (0:1) fast verspielt hatte. "Der Trainerwechsel war der entscheidende Moment für uns Spieler," sagte Cristiano Ronaldo, dessen 30-Meter-Freistoßtor die "Selecção" bereits in der achten Spielminute auf die Siegerstraße brachte.
Den Umbruch in der Nationalelf hat Bento insbesondere auf Spieler gegründet, die er von seiner Zeit bei Sporting Lissabon her kennt. João Moutinho, mit dem Bento als Jungendtrainer bei Sporting 2004/05 die Juniorenmeisterschaft gewann, ist zum Mittelfeldstrategen aufgestiegen. Sein Traumpass auf Ronaldo brachte die Portugiesen in der zweiten Halbzeit zurück in die Spur. Queiroz hatte Moutinho noch nicht einmal zur WM 2010 mitgenommen.
Teil 2: "Es gibt viel bessere Mannschaften"
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Aus der FTD vom 17.11.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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