Für Danijel Pranjic war die Begegnung nach 38 Minuten bereits beendet, der angeschlagene Kroate wurde in der Innenverteidigung durch Breno ersetzt, der seine Sache ordentlich machte.
Die erste Chance in Hälfte zwei hatten die Bayern, als WM-Torschützenkönig Thomas Müller in der 47. Minute mutterseelenallein im Strafraum zum Kopfball kam, den Ball aber nicht richtig traf. Die beste Gelegenheit zur Führung verpasste allerdings Robben, der sechs Minuten später nach einer feinen Einzelleistung nur den Pfosten traf. Bis zum Schluss kämpften beide Teams mit offenem Visier. Bayern-Keeper Kraft wehrte noch mit einem Reflex einen Kopfball von Thiago Motta ab (85.).
Der deutsche Meister konnte seine stärkste Formation aufbieten, nachdem der angeschlagene Gomez und Kraft Entwarnung gegeben hatte. Ribéry und Robben konnten trotz manch guter Einzelaktionen dem Match aber ihren Stempel noch nicht so aufdrücken, wie von FCB-Trainer Louis van Gaal erhofft.
Bei den Gastgebern fehlte Torjäger Diego Milito, der im letztjährigen Finale beide Treffer gegen die Bayern erzielt hatte, wegen einer Oberschenkel-Verletzung. Auch im Rückspiel ist eine Teilnahme des Argentiniers äußerst fraglich. Der ehemalige Münchner Lucio, der zuletzt über Adduktorenprobleme geklagt hatte, stand dagegen ebenso wieder in der Startformation des Klub-Weltmeisters wie der Niederländer Wesley Sneijder, Cristian Chivu, Dejan Stankovic und Esteban Cambiasso, der Nationalspieler Holger Badstuber vor das ein oder andere Problem stellte.
Beste Spieler bei den Münchnern waren Kraft und Luiz Gustavo. Bei Inter ragten Lucio und Eto'o heraus, der vor allem vor der Pause einige Münchner Schwächen aufdeckte.