Bayerns Mark van Bommel (m) versucht zwischen den Römern Marco Borriello (l) und David Pizarro durchzubrechen.
Vor 66.000 Zuschauern in der ausverkauften Allianz-Arena kamen die Münchner nach zähem Beginn erst in der zweiten Halbzeit richtig in Fahrt. Mit einem weiteren Erfolg im nächsten Gruppenspiel am 28. September beim FC Basel kann das Team von Trainer Louis van Gaal bereits die Weichen für den Einzug ins Achtelfinale stellen.
"Unter diesen Umständen haben wir sehr gut gespielt. Das muss das Publikum verstehen, dass wir Zeit brauchen, wenn der Gegner mit zehn Mann hinter dem Ball spielt", sagte van Gaal, für den der spektakuläre Treffer von Müller "kein Glück" war. "Wir wussten, dass wir geduldig sein müssen in solchen Spielen. In der zweiten Halbzeit haben wir den Ball laufen lassen und die Römer damit müde gemacht", kommentierte der WM-Torschützenkönig die entscheidende Phase der Partie.
Mit der Einwechslung von Klose und Mario Gomez für Ivica Olic und den schwachen Hamit Altintop hatte Louis van Gaal Mitte der zweiten Halbzeit das Signal für die Schlussoffensive gegeben. Nachdem Klose (74.) und Bastian Schweinsteiger (76.) das erlösende 1:0 knapp verpasst hatten, traf Müller spektakulär mit dem Außenrist in die lange Ecke.
Wenig später war auch noch Klose nach Freistoß von Holger Badstuber erfolgreich. Kurz davor hatte Jörg Butt mit einer Parade gegen Marco Borriello allerdings den Ausgleich verhindert.
Pfiffe nach 30 Minuten
Genauso schleppend wie in die Bundesligasaison waren die Münchner in ihre geplante Titeljagd in der europäischen Königsklasse gestartet. Gegen die vor allem auf Torsicherung bedachten Römer fehlten den Bayern zunächst Dynamik und Laufbereitschaft. Der deutsche Meister spulte sein Pensum in der ersten Halbzeit behäbig ab und musste sich bereits nach gut einer halben Stunde erste Pfiffe von den Rängen anhören. Gegen die defensiven Italiener wurden in dieser Phase Tempodribbler wie der verletzte Arjen Robben und der noch gesperrte Franck Ribéry an allen Ecken und Enden vermisst.