Mario Basler feierte bis tief in die Nacht die Pokal-Sensation mit Eintracht Trier, Dieter Hecking beorderte seine blamierten Profis von Hannover 96 zum Straftraining.
Trierer Spieler und Betreuer jubeln nach dem Treffer zum 2:1 durch Josef Cinar.
Nach dem Aus in der 1. Runde des DFB-Pokals durch das 1:3 beim Viertligisten von der Mosel brennt beim Fußball-Bundesligisten der Baum. «Wie wir nach der Pause auseinandergefallen sind, war eines Bundesligisten unwürdig. Wenn sich das wiederholt, steht uns eine hammerharte Saison bevor», redete 96-Trainer Hecking Tacheles und nahm seine Mannschaft vor dem ersten Bundesligaspiel bei Hertha BSC in die Pflicht: «Es wird eine schwierige Woche für uns alle. Der eine oder andere muss seinen Hintern bewegen, sonst wird es eng für uns.»
Auch für Hecking, dessen Stuhl schon in der vergangenen Saison auf wackligen Füßen stand. «Die zweite Halbzeit war absolut indiskutabel. Wenn man sich als Bundesligaprofi von Feierabend-Fußballern so abkochen lässt, muss man sich überlegen, ob man den richtigen Job hat. Wir können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen», schimpfte der maßlos enttäuschte Sportdirektor Jörg Schmadtke. «So können wir in der Bundesliga nicht bestehen.»
Hecking strich nicht nur seinen Profis den freien Tag, sondern sagte auch seine Teilnahme am Golfturnier des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) im niedersächsischen Nörten- Hardenberg ab. Bereits die blamable 1:2-Pleite im Testspiel beim Sechstligisten Anker Wismar und das von Pfiffen der eigenen Fans begleitete 0:1 gegen den FC Arsenal waren Warnschüsse, die 96- Präsident Martin Kind nicht gefallen haben.
Die Spieler übten nach der Pokal-Blamage Selbstkritik, im Umfeld wird aber die Qualität des Kaders angezweifelt. «Das reicht nicht für die Bundesliga», sagte 96-Torschütze Jan Rosenthal. «Offensichtlich ist der Warnschuss aus der vergangenen Woche bei einigen Spielern nicht angekommen. Uns steht die unruhigste Woche bevor, die man sich vorstellen kann. So wird es in der Bundesliga schwer», meinte Kapitän Robert Enke. «Die Mannschaft muss sich langsam mal an die eigene Nase fassen und ist endlich gefordert, ihr Gesicht zu zeigen», erklärte Hecking.
Ganz anders war die Stimmungslage bei seinem Kollegen Basler, der mit dem Einzug in die 2. Pokalrunde seinen bisher größten Erfolg als Trainer feierte. «Ich bin froh, zum ersten Mal weitergekommen zu sein», sagte Basler, der als Spieler mit Werder Bremen (1994) und Bayern München (1998) zweimal den Pokal gewonnen hatte. Einen Wunschgegner hat der Europameister von 1996, für den Trier nach Jahn Regensburg und TuS Koblenz (Assistent von Uwe Rapolder) die dritte Trainerstation ist, nicht. Der Sportliche Leiter Fritz Fuchs hofft dagegen in der 2. Runde, die dem Regionalligisten 237 500 Euro in die Kasse spült, auf ein Derby: «Für die nächste Runde wünsche ich mir den 1. FC Kaiserslautern.»
Die letzte Etappe entschied einmal mehr Routinier Alessandro Petacchi für sich. Doch dem früheren Zeitfahr-Weltmeister Rogers war der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen. mehr
Trotz Verletzungspechs scheint Europameister Spanien bereit für den Versuch einer Titelverteidigung. Und Bundestrainer Löw kann sich nach der Schlappe gegen die Schweiz damit trösten, dass auch die Gruppengegner der Deutschen noch viel Arbeit vor sich haben. mehr
Trotz Bestzeit keine Pole: Obwohl Michael Schumacher bei der Qualifikation in Monaco als erster durchs Ziel fährt, muss er den begehrten Startplatz an Mark Webber abtreten. Grund ist der Barcelona-Unfall mit Bruno Senna. mehr
Die Berufung ist gescheitert, der Abstieg scheinbar in Stein gemeißelt: Hertha BSC konnte vor dem DFB-Bundesgericht keine Wiederholung des umstrittenen Spiels gegen Düsseldorf erwirken. Die Berliner behalten sich jedoch einen Einspruch gegen das Urteil vor. mehr
Sandra Gal ist das Glamourgirl der Golfszene und findet das gut so. Bei den Ladies German Open will sie an Pfingsten auch mal wieder sportlich auffallen. mehr
Hertha BSC hat sogar bei der Mitgliederversammlung an ein Nachspiel gedacht. Weil niemand vorhersehen kann, wie lange die mit großer Spannung erwartete Zusammenkunft des Präsidiums mit den Mitgliedern am Dienstagabend im Berliner ICC dauern wird. mehr
Andy Schleck hat am Dienstag erstmals das Gelbe Trikot für den Sieg bei der Tour de France 2010 überstreifen dürfen. Fast vier Monate nach der Doping-Sperre für den Spanier Alberto Contador ging das Trikot an den Luxemburger über. mehr
Beim HSV Hamburg machen die Verantwortlichen Nägel mit Köpfen. Nach der Weiterverpflichtung mehrerer Leistungsträger wurde die wichtigste Personalie gelöst: Meistermacher Martin Schwalb kehrt auf die Bank zurück und übernimmt wieder voll und ganz das Traineramt. mehr
Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions
AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!