Nur eine Woche nach der Meisterschale will BVB -Sportdirektor Michael Zorc auch den DFB-Pokal in Händen halten. "Wir haben die Chance, zum ersten Mal in unserer 103-jährigen Vereinsgeschichte das Double zu holen. Bayern hat es schon ein paar Mal geschafft, wir noch nie. Das ist ein riesen Ansporn", sagte Zorc im Interview mit der dpa.
Attraktiver könnte das Endspiel um den DFB-Pokal am Samstag (20.00 Uhr/ZDF, Sky und im FTD-Liveticker) zwischen Borussia Dortmund und dem Rekordsieger FC Bayern nach Einschätzung von Michael Zorc kaum sein. "In Berlin treffen die beiden besten deutschen Mannschaften aufeinander. Ein Sieg würde die überragende Saison krönen" sagte er voller Hoffnung auf ein ähnlich spektakuläres Duell der beiden Fußballclubs wie vor einem Monat in der Bundesliga.
"Ein Sieg in Berlin würde die überragende Saison krönen." Obwohl der BVB die Münchner zuletzt viermal bezwingen konnte, erwartet Zorc ein Duell auf Augenhöhe. Der BVB hat am Samstag zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte die Chance das "Double" zu holen. Im Jahr 1963 hatte der Revierclub diese Möglichkeit vertan: Das damals favorisierte Meisterteam um Kapitän Willi Burgsmüller unterlag im Pokal-Endspiel gegen den Hamburger SV nach drei Toren von Uwe Seeler mit 0:3.
Anders als vor vier Jahren, als die Borussia als Außenseiter in das Finale gegen den FC Bayern ging, erscheint die Ausgangslage für den kommenden Samstag verheißungsvoll. Schließlich rangierte der BVB in den vorigen beiden Jahren in der Bundesliga-Abschlusstabelle zehn und acht Punkte vor dem Rekordmeister. Darüber hinaus endeten die vergangenen vier Partien allesamt mit einem Dortmunder Sieg.
Die Favoritenrolle weist Zorc dennoch zurück: "Daraus lässt sich nichts für das Finale am Samstag ableiten. Wir werden nun nicht die nächsten zehn Spiele gegen München gewinnen. Es muss jedoch nicht gerade das fünfte sein, das wir verlieren."
Für Pokalgegner FC Bayern steht eine Woche nach dem Spiel gegen den BVB das Champions-League-Finale im eigenen Stadion an. Ein Vorteil durch die Doppelbelastung sieht Zorc für seinen Club jedoch nicht: "Dadurch, dass die Endspiele nun immer samstags sind, liegt eine Woche Zeit zwischen beiden Partien. Deshalb steht jedes Ereignis für sich. Man hat die Möglichkeit, sich voll darauf zu konzentrieren."
Uli Hoeneß, der Präsident des FC Bayern, forderte maximale Konzentration von den Profis. "Das Spiel in Berlin ist genauso wichtig wie das Champions-League-Finale."
Nach dem Pokalfinale soll über die Zukunft von Shinji Kagawa entschieden werden. Der bis 2013 vertraglich gebundene Japaner hat das Angebot der Borussia auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit abgelehnt und liebäugelt mit einem Wechsel in die Premier League. "Es ist unnötig, sich unter Druck zu setzen. Der Spieler ist es wert, dass man im Dialog bleibt. Aber wir planen zweigleisig - und werden vorbereitet sein."