Die deutsche Nationalmannschaft genießt laut einer Umfrage auch mehr als drei Jahre nach dem WM-Sommermärchen noch hohe Popularität unter Fußball-Fans und vermittelt «ein großes Gemeinschaftsgefühl» sowie einen «positiven Patriotismus».
Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Auftrag gegebene und veröffentlichte Erhebung durch «Sport + Markt».
«Die signifikante Verbesserung des gesellschaftlichen Stellenwerts und des Images unserer Sportart bestätigt, dass wir mit unserer Verbandspolitik auf dem richtigen Weg sind. Fußball ist für einen Großteil unserer Bevölkerung ein wichtiger positiver und emotionaler Anker», sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger zu den Ergebnissen.
Basis der im April durchgeführten Studie ist eine Umfrage unter 2015 Fußball-Interessierten zum Stellenwert des Fußballs in Deutschland. Zu den beliebtesten Mitgliedern des Nationalteams zählen demnach Philipp Lahm, Miroslav Klose, Lukas Podolski, Bundestrainer Joachim Löw, Bastian Schweinsteiger und Kapitän Michael Ballack.
Nach einigen durchwachsenen Länderspiel-Auftritten im Jahr 2009 hatte es Kritik an der DFB-Elf gegeben. Zuletzt war der Ticketvorverkauf für mehrere Länderspiele nicht im gleichen Maße angelaufen wie noch unmittelbar nach der WM 2006. Das WM- Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan am 9. September in Hannover war nicht ausverkauft.
Einen angeblichen Popularitätsrückgang kann die vom Verband selbst in Auftrag gegebene Studie aber nicht bestätigen. Im Gegenteil: Nach DFB-Angaben interessieren sich von den derzeit 44 Millionen Fußball- Interessierten zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland 35 Millionen speziell für die Nationalmannschaft. 63 Prozent würden sich mit ihr «identifizieren». «Diese Identifikation erfolgt über Werte und Tugenden wie Teamgeist, Disziplin, Fairness, Charakter, Einsatz und Fitness», hieß es in einer Pressemitteilung des DFB.
Darüber hinaus stehe das DFB-Team gerade bei jüngeren Befragten für Multi-Kulti im positiven Sinn und gelte «als Beispiel einer geglückten Integration von ausländischen Mitbürgern in die deutsche Gesellschaft».
Popularität und Image der Nationalmannschaft haben sich laut DFB im Vergleich zu den Studien aus den Jahren 2002 und 2004 nochmals deutlich verbessert. Waren 2004 beispielsweise 63 Prozent der Meinung, die DFB-Auswahl erzeuge eine «besondere Atmosphäre» und verbanden 46, 48 und 50 Prozent der damals Befragten es mit «sportlichen Highlights», «Begeisterung» und «Teamgeist», so haben sich diese vier Image-Werte auf 86, 84, 83 und 81 Prozent erheblich gesteigert.
Gesteigert haben sich auch die Image-Werte des DFB. 2009 bescheinigen 55 Prozent dem DFB «ein gutes Image»; vor fünf und sieben Jahren lag dieser Wert bei 44 beziehungsweise 40 Prozent.
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