Elia operiert - HSV-Abwehr gegen Schalke gefordert
Der niederländische Mittelfeldspieler Eljero Elia vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist am linken Knöchel operiert worden. Wie der Verein mitteilte, fällt der 23-Jährige nach dem Eingriff, bei dem ein freies Knochenteilchen entfernt wurde, voraussichtlich vier Wochen aus.
Hamburgs Eljero Elia muss um die WM bangen.
Seit dem Foulspiel des Mainzer Gegenspielers Nikolce Noveski am 28. November hatte Elia Schmerzen im Fuß und kam nicht mehr in Form. Nach dem Europacup-Spiel in Anderlecht ließ er sich in seiner Heimat untersuchen und sogleich in Amsterdam operieren.
Ob er in dieser Saison noch einmal für den HSV auflaufen wird und bei der Weltmeisterschaft in Südafrika spielen kann, ist ungewiss. «Es ist wichtig, dass er die Blessur auskuriert, um uns im Endspurt wieder helfen zu können», sagte HSV-Trainer Bruno Labbadia, der auf eine schnelle Genesung hofft.
Neben dem Ausfall von Elia sind Dennis Aogo (Leistenprobleme), Marcell Jansen (Knöchelprellung) und Jerome Boateng vor dem Heimspiel gegen den FC Schalke 04 angeschlagen. In der Kritik steht nach den vielen Gegentoren der vergangenen Wochen die wackelige Abwehr des Tabellenfünften. In 13 Pflichtspielen in diesem Jahr kassierten die Hanseaten schon 19 Treffer. Deshalb hält auch Schalke-Coach Felix Magath seinen ehemaligen Club für verwundbar. «Es hat sich in Leverkusen und Anderlecht gezeigt, dass der HSV defensiv nicht so gut gestanden hat.»
Zudem seien die Norddeutschen derzeit stark beansprucht. «Der HSV hat schon mehr als 40 Spiele in dieser Saison absolviert. Da sind wir in einer besseren Situation», sagte der Trainer des Bundesliga- Zweiten. «Ich bin sehr guter Dinge, dass wir in Hamburg punkten können. Wir müssen das Spiel nicht machen, der HSV hingegen ist nach der jüngsten Bundesliga-Niederlage unter Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Sonst wird es für den Verein ganz schwer, den Anschluss an die oberen Tabellenplätze zu halten.»
In Hamburg zu gewinnen, sei nicht unrealistisch, findet auch Torjäger Kevin Kuranyi. «Um das zu schaffen, müssen wir aber hoch konzentriert sein», forderte er auf der Homepage seines Clubs. Dass die Hanseaten noch international im Einsatz sind, sieht er nicht als Vorteil für sein Team: «Wieso, Hamburg hatte doch nach dem Europa-League-Spiel in Anderlecht zwei Tage Zeit, sich zu regenerieren?» Kuranyi betonte zwar großen Respekt vor dem Gegner, aber «wir müssen Hamburg durch unsere Stärken schwächen. Wir haben im bisherigen Saisonverlauf sehr hart trainiert und sind topfit. Die ganze Mannschaft kann 90 Minuten lang laufen.»
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