Ein Schönheitspreis wird im bayerischen Bundesliga-Derby zwischen dem FC Augsburg und dem 1. FC Nürnberg wohl kaum vergeben. Stattdessen dürfte beim schwäbisch-fränkischen Aufeinandertreffen der pure Kampf im Mittelpunkt stehen.
Nürnbergs Trainer Dieter Hecking will drei Punkte aus Augsburg entführen. Foto: David Ebener
«Es geht um sauviel», urteilte Augsburgs Abwehrchef Jan-Ingwer Callsen-Bracker vor der Partie zwischen den abstiegsgefährdeten Clubs am Sonntag in der mit 30 660 Zuschauern ausverkauften Augsburger Fußball-Arena.
Für die auf Tabellenplatz 17 rangierenden Gastgeber geht es darum, den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten. «Wir brauchen den Sieg, wir brauchen die drei Punkte», sagte Trainer Jos Luhukay fast beschwörend. Mit vier Zählern Vorsprung reist der 1. FC Nürnberg zum Nachbarn. «Wir wollen den Abstand vergrößern, aber mindestens gleich halten», meinte «Club»-Coach Dieter Hecking. «Wenn wir gewinnen, sieht alles rosiger aus.»
Statistisch könnte schon der erste Treffer spielentscheidend sein: Beide Teams konnten in dieser Saison einen 0:1-Rückstand noch nie in einen Sieg umwandeln. Für Offensivkraft stehen die beiden Mannschaften ohnehin nicht. Jeweils nur 19 Treffer in 20 Punktspielen erzielten sie.
Um seinen Angriff zu verstärken, dürfte Luhukay Winterzugang Ja-Cheol Koo in die Startelf berufen. Der aus Wolfsburg ausgeliehene Südkoreaner könnte über den linken Flügel für mehr Druck sorgen als zuletzt Tobias Werner. Nürnbergs Hoffnungsträger Hanno Balitsch steht nach seiner Muskelverletzung erstmals vor dem Sprung in den Kader.
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