Ralf Rangnick denkt nicht an einen Abschied vom Fußball-Bundesligisten 1899 Hoffenheim und will den Club so schnell wie möglich aus der Krise führen.
Ralf Rangnicks Vertrag in Hoffenheim läuft bis zum 30. Juni 2011.
«Ich habe vor, hier Trainer zu bleiben. Es macht daher keinen Sinn, Diskussionen darüber zu führen», stellte Rangnick 48 Stunden vor dem Gastspiel bei Borussia Dortmund klar. Nach der Talfahrt in der Bundesliga-Rückrunde mit dem Saison-Tiefpunkt beim 0:2 gegen den 1. FC Köln war über einen Abschied von Rangnick, dessen Vertrag noch bis zum 30. Juni 2011 läuft, spekuliert worden.
Mäzen Dietmar Hopp hatte bereits unmittelbar nach dem Köln-Spiel erklärt, an Rangnick als Trainer festhalten zu wollen. Am 15. April richtete Hopp noch einmal eindringliche Worte an den Mannschaftsrat. «Es war ein gutes Gespräch. Ich schätze Herrn Hopp, weil er sich immer gewählt ausdrückt und nicht in Aktionismus verfällt», berichtete Abwehrspieler Christian Eichner. Über den Inhalt des Treffens wurde Stillschweigen vereinbart.
Rangnick erwartet nun eine Reaktion seiner zuletzt auch von den Fans gescholtenen Profis. «Die Mannschaft muss eine Antwort geben und zeigen: Wir haben verstanden. Wir brauchen in Dortmund einen richtigen Teamauftritt», erklärte der 51-Jährige. Wer von Beginn an das Vertrauen erhält, ließ Rangnick offen. «Nach dem Köln-Spiel ist alles möglich. Keiner kann davon ausgehen, dass er spielt.»
Wieder im Kader steht der zuletzt wegen einer Rückenverletzung ausgefallene Torhüter Timo Hildebrand, der mit seiner öffentlichen Schelte an seinen Mitspielern für Wirbel gesorgt hatte. «Ich bin froh, dass wir einen Querdenker in der Mannschaft haben. Es muss auch mal krachen», verteidigte Eichner den Keeper.
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