Ursprünglich waren es 26 Partien, bei denen der Verdacht auf Betrug bestanden habe, teilte die Uefa mit. Seit fast einem Jahr stünden rund 15 Duelle im Visier der Fahnder. Dabei handele es sich um verschiedene UI-CUP-Spiele sowie drei Qualifikationsspiele zur Champions-League. Die Gründung des Ausschusses sei eine weitere Maßnahme, um verschärft gegen die Betrüger vorzugehen.
Der Uefa-Kommunikationsdirektor William Gaillard bestätigte jene Verdachtsmomente gegenüber dem ARD-Magazin "Fakt":
"Wir werden uns damit befassen, ein Ermittlungsteam zu schaffen, das die Integrität des Spiels schützen soll. Und ein Punkt, der die Integrität des Spiels gefährden könnte, sind natürlich Wetten und Spielabsprachen", sagte Gaillard.
Auch Tscherno More Warna könnte Teil der Wettaffäre sein. Der bulgarische Verein tritt gegen den VFB Stuttgart in der ersten Runde des Uefa-Pokals an: "Es gibt ein Spiel, bei dem wir überzeugt sind, dass es vermutlich manipuliert wurde... und zwar die Partie zwischen FK Mazedonia und Tscherno More Warna. Wenn wir alle Beweise haben, werden wir die Sache unserer Disziplinarkommission vorlegen", sagte der Kommunikationsdirektor.
Unterdessen seien weitere Spiele aufgetaucht, bei denen der Verdacht auf Manipulation bestehen würde. "Seit August 2007 gibt es zehn weitere Spiele, die unter Verdacht stehen. Wir haben uns die Spiele etwas genauer angesehen, weil wir Informationen bekommen haben, die darauf hindeuten, dass es Absprachen gegeben hat", sagte Gaillard.