Die größten Innenverteidiger der Europa League gegen die «Dribbel-Zwerge» aus Valencia: Im Achtelfinal-Rückspiel erwarten die Bundesliga-Fußballer von Werder Bremen einen stürmischen FC Valencia.
Werder-Kapitän Torsten Frings (l) besteht den Abschlusstest.
«Wir müssen aufpassen, dass wir nicht unter die Räder kommen», warnte Torhüter Tim Wiese angesichts des spanischen Angriffswirbels beim 1:1 im Hinspiel. «Wenn die so spielen wie gegen uns, als sie nur zu zehnt waren, dann wird es gefährlich», sagte Wiese und erinnerte an Valencias Ausgleichstreffer in Unterzahl.
Der DFB-Pokalsieger kann in Bestbesetzung spielen. Auch die drei angeschlagenen Wackelkandidaten Torsten Frings, Mesut Özil und Marko Marin absolvierten das Abschlusstraining. «Sie sind im Kader. Einem Einsatz steht nichts im Wege», erklärte Trainer Thomas Schaaf. Er peilt mit der «richtigen Balance» zwischen Offensive und Defensive den Einzug in die nächste Runde an. «Ich hoffe, dass uns das auch gelingt. Beide Mannschaften werden sich nichts schenken», sagte Schaaf.
Valencias stürmischer Auftritt vor einer Woche im Estadio Mestalla hat die Bremer mächtig beeindruckt. Die Gastgeber sind durch das Auswärtstor zwar im Vorteil und wären schon bei einem torlosen Unentschieden im Viertelfinale, doch Clubchef Klaus Allofs warnte: «Das wird noch ein hartes Stück Arbeit.» Auch den ehemaligen Topstürmer hat das Hochgeschwindigkeits-Angriffsspiel des spanischen Clubs begeistert. «Sie spielen sehr schnell nach vorne», sagte Allofs. «Die sind sehr stark und immer für ein Tor gut», mahnte Kapitän Frings.
Er hatte sich gegen Hoffenheim eine Muskelverletzung an der Hüfte zugezogen und konnte zu Beginn der Woche nicht trainieren. Auch Marin (Erkältung) und Özil (Rückenprobleme) nahmen eine Auszeit, meldeten sich aber rechtzeitig für die Partie gegen den Tabellendritten der spanischen Liga zurück. «Ich denke, es wird eine ähnlich intensive Partie wie im Hinspiel werden», urteilte Tim Borowski.
Die Spanier setzen auf den leicht angeschlagenen Torjäger David Villa. «Ich gehe davon aus, dass er spielen kann», sagte Trainer Unai Emery. Ein Risiko bei der Aufstellung dürfte Werder kaum eingehen, denn für die Bremer folgt die «Woche der Wahrheit» mit zwei Bundesliga-Heimspielen gegen den VfL Bochum und den 1. FC Nürnberg sowie dazwischen das noch wichtigere Pokal-Halbfinale gegen Augsburg: Der Sprung ins Finale wäre fast schon gleichbedeutend mit der erneuten Europa-League-Teilnahme. «Es ist jetzt eine Phase, die sehr wichtig ist für uns», sagte Mertesacker.
Zunächst wartet aber der FC Valencia, gegen den es besonders auf Mertesacker und seinen Abwehrkollegen Naldo ankommt, die beide mit rund zwei Metern Körpergröße die spanischen Angreifer um einen Kopf überragen. «Wir müssen hochkonzentriert spielen», sagte Mertesacker: «Valencia darf man zu keiner Sekunde unterschätzen.»
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