FTD.de » Sport » Motorsport » Vettel triumphiert beim Großen Preis von Japan
Merken   Drucken   07.10.2012, 09:50 Schriftgröße: AAA

Formel 1 in Suzuka: Vettel triumphiert beim Großen Preis von Japan

Fünf Rennen vor dem Saisonende ist Sebastian Vettel dem WM-Ersten Fernando Alonso dicht auf den Fersen: Während sein Konkurrent bereits nach der ersten Kurve ausscheidet, verteidigt Vettel in Suzuka problemlos seine Pole Position.

Sebastian Vettel hat mit seinem souveränen Start-Ziel-Triumph auf seiner Lieblingsstrecke Suzuka einen großen Schritt Richtung Titel-Hattrick gemacht. Der Red-Bull-Pilot profitierte bei seinem insgesamt dritten Sieg beim Großen Preis von Japan zudem gewaltig vom Riesenpech des WM-Spitzenreiters Fernando Alonso. Verfolger Vettel konnte wegen des Ausfalls des Spaniers in der ersten Runde seinen Rückstand in der Fahrerwertung der Formel 1 auf vier Punkte reduzieren.

Sebastian Vettel verteidigte in Suzuka problemlos seine ... Sebastian Vettel verteidigte in Suzuka problemlos seine Spitzenposition

"Yes baby, yes baby", jubelte Vettel über Boxenfunk nach seiner Gala beim 15. Saisonlauf am Sonntag auf der spektakulären Achterbahnstrecke. "Was für ein tolles Rennen!" Felipe Massa belegte im Ferrari den zweiten Platz vor dem japanischen Sauber-Piloten Kamui Kobayashi, der damit sein Heimrennen krönte.

Nach seinem zweiten Erfolg hintereinander rückt der zweimalige Champion aus Heppenheim Alonso auf die Pelle. Fünf Rennen vor Saisonende führt der Ferrari-Pilot mit 194 Punkten nur noch knapp vor Vettel (190). Der Gesamtdritte, Finne Kimi Räikkönen, erreichte Rang sechs und hat mit 37 Zählern Rückstand auf Alonso vorerst den Anschluss an das Spitzenduo verloren.

Vettel bestätigte eindrucksvoll, dass der Suzuka Circuit ihm und dem Red Bull perfekt liegt. Im Vorjahr machte er auf der 5,807 Kilometer langen, spektakulären Strecke mit einem dritten Platz frühzeitig seinen zweiten Titel-Triumph perfekt. 2009 und 2010 hatte Vettel hier jeweils gewonnen.

Für Vettel begann der 53 Runden lange Grand Prix optimal. Der Red-Bull-Pilot verteidigte nach seiner 34. Pole-Position problemlos die Spitze. Und dann schied Spitzenreiter Alonso schon in der ersten Kurve aus. Räikkönen hatte mit dem Frontflügel seines Lotus das linke Hinterrad des Ferrari aufgeschlitzt. Chancenlos raste Alonso ins Kiesbett und musste völlig frustriert aus dem Cockpit steigen.

Der zweite Nuller in dieser Saison nach Spa-Francorchamps bedeutete für den zweifachen Champion einen herben Rückschlag im Titelrennen. "Es war ein Reifenschaden, entstanden durch einen Kontakt mit Kimis Frontflügel, durch den sich Fernando gedreht hat", schilderte Ferrari auf Twitter die Ursache. Felipe Massas starkes Tempo "macht das, was mit Fernando passiert ist, umso bedauerlicher".

Opfer der harten Positionskämpfe in einer turbulenten Auftaktphase wurden unter anderem auch Nico Rosberg im Mercedes und Vettels Teamkollege Mark Webber. Der schon mehrfach negativ aufgefallene Romain Grosjean hatte den Australier "abgeschossen", was die Kommissare mit zehn Sekunden Zeitstrafe für den Franzosen ahndeten. Wenigstens konnte Webber nach einer Reparatur an seinem Red Bull weiterfahren und noch Achter werden.

Nach der zwei Runden langen Safety-Car-Phase wegen des ganzen Tohuwabohus verteidigte Vettel nach dem Neustart souverän seine Führung. Auch die Boxenstopps brachten keine großen Veränderungen. Der Red-Bull-Pilot fuhr an der Spitze ein einsames Rennen, der Rest folgte auf der Achterbahn mit Riesenabstand. Vettel musste keinerlei Risiko eingehen und konnte praktisch den Schongang einlegen. Dennoch machte er viel Druck und musste von seinem Team per Boxenfunk eingebremst werden: "Bitte nicht die Hinterreifen überhitzen." Noch in der vorletzten Runde bettelten die Strategen: "Fahr vorsichtig!"

Michael Schumacher verpasste vier Tage nach seiner Rücktrittserklärung zum Saisonende als Elfter knapp einen Zähler. Der Rekordweltmeister aus Kerpen hatte vom 23. Startplatz aus eh nur minimale Chancen auf Punkte, startete aber eine Aufholjagd. Wegen seines Auffahrunfalls in Singapur musste er zehn Positionen weiter hinten in das sechstletzte Rennen seiner brillanten, einmaligen Karriere gehen. Zu allem Übel zickte auch noch die Elektronik am Mercedes, so dass die Box keine Telemetriedaten übermittelt erhielt.

Rosbergs schneller Ausfall komplettierte den enttäuschenden Sonntag für die Silberpfeile. "Er hat mir das Rennen kaputt gemacht - und für viele andere auch", beschwerte sich der Blondschopf über Unfallverursacher Bruno Senna. "Ich war schon in den Top Ten, da wäre was gegangen."

Nico Hülkenberg, der wegen eines Getriebewechsels fünf Startplätze verloren hatte, belegte einen guten siebten Rang. Der als 15. gestartete Force-India-Pilot aus Emmerich machte damit insgesamt acht Positionen gut. Timo Glock wurde im Marussia-Virgin 16.

  • dpa, 07.10.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
Die Ergebnisse
der 1. Bundesliga
Hamburger SV-1899 Hoffenheim2:0(1:0)
Borussia Dortmund-VfL Wolfsburg2:3(1:2)
VfB Stuttgart-FC Schalke 043:1(2:1)
1. FC Nürnberg-Fortuna Düsseldorf2:0(1:0)
SC Freiburg-SpVgg Greuther Fürth1:0(1:0)
FC Augsburg-Bayern München0:2(0:1)
Eintracht Frankfurt-Werder Bremen4:1(0:0)
Bor. Mönchengladbach-FSV Mainz 05-:-
Hannover 96-Bayer Leverkusen-:-
zum Live-Ticker >>
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler