Witali Petrow ist zurück im Rennen, Jarno Trulli landet dagegen auf dem Formel-1-Abstellgleis. Das englisch-malaysische Team Caterham hat mit diesem kurzfristigen Fahrertausch vier Wochen vor dem Saisonauftakt in Australien für eine Überraschung gesorgt.
Witali Petrow darf ins Cockpit steigen. Foto: Ali Haider
Teambesitzer Tony Fernandes räumte am Freitag ein, dass auch wirtschaftliche Gründe für diese Entscheidung maßgeblich waren: «Wir wollten damit dem ganzen Team einen frischen Impuls geben mit einem realistischen Blick auf den globalen Wirtschaftsmarkt.» Russland soll 2014 in den Grand-Prix-Kalender rücken. Auch vor diesem Hintergrund macht der Wechsel für Caterham Sinn. Zweiter Pilot ist der Finne Heikki Kovalainen.
Petrow musste nach zwei Jahren bei Lotus-Renault dem Ex-Weltmeister und Rückkehrer Kimi Räikkönen (Finnland) weichen. Der russische Rennfahrer schien in dieser Saison ohne Cockpit zu bleiben. Obwohl alle Plätze bereits offiziell vergeben waren, konnte er nicht zuletzt dank finanzkräftiger Sponsoren nun noch einen Konkurrenten verdrängen. Trulli hatte noch vor kurzem beteuert, er sei sich seines Cockpits für die neue Saison sicher.
«Das ist ein toller Tag für mich», sagte der 27 Jahre alte Petrow. «Ich habe den ganzen Winter über hart trainiert und bin bereit, ins Cockpit zurückzukehren. Das neue Auto ist ein weiterer guter Schritt nach vorn und ich kann es kaum erwarten, bei den Tests in Barcelona zu fahren.»
Nach diesem Fahrerwechsel sind Adrian Sutils Chancen auf ein Grand-Prix-Engagement praktisch auf den Nullpunkt gesunken. Der ehemalige Force-India-Pilot aus Gräfelfing hatte sich Hoffnungen gemacht, auf den letzten Drücker noch einen neuen Vertrag bei einem anderen Rennstall zu bekommen.
Für Trulli bedeutet die Trennung wohl das Ende seiner langen Formel-1-Karriere. Der 37 Jahre alte Italiener bestritt insgesamt 252 WM-Rennen. Ein Sieg beim Großen Preis von Monaco im Jahr 2004 war dabei sein größter Erfolg.
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