Volkswagen würde nach zwei Siegen nacheinander bei der «Dakar» auch die nächste Ausgabe der härtesten Rallye der Welt lieber wieder in Südamerika fahren.
Mit seinem VW Touareg fährt Nasser Al Attiyah auf der letzten Dakar-Etappe durch Buenos Aires.
Die Entscheidung über eine Teilnahme von VW an der Dakar im kommenden Jahr sei jedoch noch nicht gefallen, sagte der Sprecher von Volkswagen Motorsport, Stefan Moser, der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Vorstand werde das voraussichtlich Ende Februar bekanntgeben.
Auch Rallye-Leiter Etienne Lavigne hat noch nicht mitgeteilt, wo die Dakar 2011 ausgetragen werden soll. «Es stimmt, dass der Wunsch da ist, wieder nach Afrika zurückzukehren», sagte er nach dem Ende der Rallye in Buenos Aires. Der Anschlag auf die togolesische Fußball-Nationalmannschaft kurz vor Beginn des Afrika Cups in Angola dürfte die Entscheidung für Afrika jedoch erschweren.
Moser begründete die VW-Präferenz für Südamerika vor allem mit der Begeisterung der hunderttausenden Zuschauer in Südamerika. «Sie könnten durch Deutschland fahren und 100 Euroscheine aus dem Fenster werfen und sie würden nicht so begeisterte Zuschauer sehen wie hier, wenn die Rennautos vorbeifahren», sagte Moser. Landschaftlich seien Argentinien und Chile genauso interessant wie Afrika. «Es ist einfach besser, an Menschen vorbeizufahren, die sich freuen», fügte er hinzu. In Afrika sei das Umfeld schwieriger. «Bei der letzten Dakar in Afrika mussten wir fünf Windschutzscheiben auswechseln, weil die Autos mit Steinen beworfen worden waren», erinnerte sich Moser.
Außerdem sei Südamerika für Volkswagen ein wichtiger Markt, wo VW auch große Produktionsstätten in Brasilien und Argentinien unterhalte. «Hier haben wir viele begeisterte Mitarbeiter, die mit anpacken», sagte Moser. Die diesjährige Dakar, bei der gleich drei Race-Touaregs auf den ersten drei Plätzen gelandet waren, hatte VW auch für die offizielle Vorstellung des ersten selbst entwickelten Pickups Amarok genutzt. Das Fahrzeug für den Weltmarkt wird nur im VW-Werk in Argentinien produziert.
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