Maria Riesch war mit ihrem dritten Platz in der WM-Abfahrt sehr glücklich.
Wie schon im Super-G gab es für Riesch auch in der Schussfahrt, diesmal gleich hinter Lindsey Vonn (USA), Bronze zu bejubeln. Nach fünf von zehn Einzel-Rennen liegt der Deutsche Skiverband (DSV) trotz einer fast unglaublichen Verletzungs- und Krankheitsmisere in seinem Team auch ohne das erhoffte Gold mehr als im Soll.
"Ich bin saufroh", meinte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der neben der weiteren Genesung von Riesch auf eine Rückkehr der kranken Viktoria Rebensburg und der angeschlagenen Kathrin Hölzl setzt. "Ich hoffe, dass wir uns zum nächsten Wochenende hin stabilisieren und als Team auftreten - nicht nur mit Medizinern, Trainern und Betreuern, sondern mit Sportlern."
Bislang musste Riesch, auch angesichts des Fehlens einer schlagkräftigen Mannschaft bei Speed-Herren und -Damen, wieder einmal alleine für die Erfolge sorgen. Zudem untermauerte sie ihren Ruf als Stehauffrau. Wie bei der WM 2009, als sie nach Sturz und Enttäuschungen Slalom-Gold holte, oder bei Olympia, als sie nach einer missglückten Abfahrt zweimal Gold gewann, schlug auch diesmal die Stunde der "Kämpfernatur", wie sie sich selbst überglücklich im Zielraum bezeichnet. "Augen zu und durch, immer kämpfen." Zwar sprach sie bei der Siegerpressekonferenz auch den göttlichen Beistand nach dem Besuch des Kirchenzelts an, aber vor allem dürfte es ihre Extra-Klasse gewesen sein.