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Merken   Drucken   30.07.2009, 16:09 Schriftgröße: AAA

Österreich hebt Verbot gegen Biathlon-Betreuer auf

Dreieinhalb Jahre nach dem Doping-Skandal bei den Olympischen Winterspielen in Turin hat Österreich das Olympia-Verbot für damals dabei gewesene Biathlon-Betreuer wieder aufgehoben.
Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, hatte das Österreichische Olympische Komitee bei einer Sitzung beschlossen, fünf Betreuer wieder zuzulassen. Damit dürfen Biathlon-Trainer Alfred Eder, Koordinator Walter Gapp, Co-Trainer Walter Hörl, sowie die Betreuer Heinz Mühlbacher und Stefan Rohrmoser mit zu den Winterspielen 2010 nach Vancouver fahren.
Die italienische Staatsanwaltschaft hatte am Abend des 18. Februar 2006 bei den Winterspielen in Turin Olympia-Quartiere der österreichischen Ski-Langläufer und Biathleten durchsuchen lassen und dabei Hilfsmittel für verbotene Doping-Methoden entdeckt. Den betroffenen Athleten wurde eine lebenslange Olympia-Sperre auferlegt, auch gegen Betreuer und Funktionäre des Österreichischen Skiverbandes wurde ermittelt. Das ÖOC beschloss daraufhin, 13 Betreuern künftig die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu verweigern.
ÖOC-Präsident Leo Wallner bezeichnete die Aufhebung der Sperre der fünf Betreuer nach APA-Angaben als Notwendigkeit: «Nachdem der Skiverband gesagt hat, dass wenn die Betreuer nicht dabei sind, die Mannschaft nicht teilnehmen kann, dann wäre das schade, weil sie im letzten Winter sehr gut waren.» Man müsse aber noch die Reaktion des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) abwarten.
Der Österreichische Skiverband (ÖSV) wunderte sich am Donnerstag darüber, warum die Sanktionen gegen die übrigen Betreuer nicht auch aufgehoben werden. Dass nun sieben weitere aktive oder ehemalige ÖSV-Betreuer und Serviceleute, gegen die ebenfalls nichts Belastendes vorliege, weiterhin von einer Akkreditierung ausgeschlossen bleiben sollen, sei völlig unverständlich, hieß es in einer Mitteilung.
  • dpa, 30.07.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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