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Merken   Drucken   17.08.2009, 11:01 Schriftgröße: AAA

Annika froh über «bunten» Ronny Ackermann zu Hause

Ronny Ackermann kann nach seinem Horror-Sturz schon wieder scherzen. Bundestrainer Hermann Weinbuch rechnet sogar damit, dass der Leitwolf der deutschen nordischen Kombinierer in zwei bis drei Wochen wieder ins Training einsteigt.
Ronny Ackermann schultert im Februar nach einem Sprung seine Ski.   Ronny Ackermann schultert im Februar nach einem Sprung seine Ski.
«Das kann ich derzeit noch schlecht einschätzen», sagt der viermalige Weltmeister dagegen und bremst etwas die Zuversicht seines Chefs. «Letztlich hängt das vom Heilungsprozess ab. Ich werde nichts überstürzen», sagt Ackermann.
Ackermann war der vergangenen Woche beim Training zum Sommer-Grand Prix in Oberstdorf schwer gestürzt. Kurz nach dem Absprung hatte er auf dem höchsten Punkt der Flugkurve wegen eines Bindungsschadens den linken Ski verloren, sich überschlagen und war bei 68 Meter auf den Aufsprunghang geknallt. Dabei hatte er Glück im Unglück. Neben einigen Hämatomen zog sich der Thüringer «nur» eine Knochenstauchung im Bereich der Brustwirbelsäule zu. «Ich bekomme Schmerzmittel. Erst wenn die abgesetzt werden, kann ich fühlen, wie es mit der Beweglichkeit der Wirbelsäule ist», sagte Ackermann der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das wird noch ein paar Tage dauern. Seit dem vergangenen Wochenende versucht er mit täglichen Besuchen in der Physiotherapie, die Genesung zu beschleunigen.
Seine Frau sei nicht böse, dass Ronny Ackermann - wenn auch mit vielen blauen, gelben und grünen Flecken - an die gemeinsame Wohnung gefesselt ist. Hämatome schreckten sie als gelernte Krankenschwester nicht ab. «Annika ist froh, dass ich jetzt daheim bei ihr bin», meint mit einem erwartungsfrohen Lächeln der in Oberhof wohnende Kombinierer vom Rhöner WSV Dermbach. Nach der Hochzeit im Frühjahr auf der Wartburg bei Eisenach sehen Ackermann und seine Frau in den kommenden Tagen der Geburt ihres ersten Babys entgegen.
Die Zwangspause will Ronny Ackermann als Regenerationsphase nutzen. «In meiner Karriere habe ich schon etliche Rückschläge verkraften müssen. Das werde ich auch diesmal schaffen. Ich will in Vancouver mit um die Medaillen kämpfen», kündigte Ackermann an und machte keine Abstriche an seinen hohen Saisonzielen.
  • dpa, 17.08.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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