Der Dopingverdacht gegen die russischen Skilanglauf-Olympiasieger Julia Tschepalowa und Jewgeni Dementjew ist vom russischen Skiverband FLGR bestätigt worden.
Der Internationale Skiverband FIS habe Moskau davon unterrichtet, sagte FLGR-Präsident Wladimir Loginow der russischen Zeitung «Sport- Express». Demnach seien in Blutproben, die Tschepalowa und Dementjew sowie dem Nachwuchstalent Nina Rysina im Januar entnommen wurden, ein positives Ergebnis auf rekombinantes Erythropoietin (rEPO) angezeigt worden. Die Nachricht habe ihn «schockiert», sagte Loginow. Eine Bestätigung des FIS für den Verdacht gab es nicht.
Laut Loginow entschlossen sich Tschepalowa und Dementjew als Reaktion auf die Vorwürfe, ihre Karierre zu beenden. «Als die ersten Hinweise kamen, quälten sich die beiden verdienstvollen Sportler mit Zweifeln, aber im Endeffekt haben sie diese schwere Entscheidung getroffen. Wir haben die FIS bereits informiert.» Rysina habe hingegen darum gebeten, die B-Probe zu öffnen. «Unser Verband wird zusammen mit dem Sportzentrum der russischen Nationalmannschaft den Fall intensiv untersuchen und die notwendigen Konsequenzen ziehen.»
Die 32 Jahre alte Tschepalowa hatte bei den Olympischen Winterspielen 1998, 2002 und 2006 jeweils eine Goldmedaille gewonnen. Ihr sechs Jahre jüngerer Landsmann Dementjew hatte 2006 das Verfolgungsrennen über 30 Kilometer für sich entschieden. Nach Angaben des russischen Internetportals «allsport» wurden die verdächtigen Proben in Val di Fiemme (Italien) sowie in Praz de Lys-Sommand (Frankreich) entnommen. Im russischen Wintersport hatte es in den vergangenen Jahren wiederholt Dopingfälle gegeben, die mit langen Wettkampfsperren bestraft worden waren. Zuletzt wurden die Biathletinnen Jekaterina Jurjewa und Albina Achatowa überführt.
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