FTD.de » Sport » Nachrichten » Wintersport » Skispringen » Skispringerinnen schreiben an IOC-Chef Rogge

Merken   Drucken   19.08.2009, 11:54 Schriftgröße: AAA

Skispringerinnen schreiben an IOC-Chef Rogge

Mit einem direkten Appell an IOC-Präsident Jacques Rogge haben Skispringerinnen aus aller Welt ihrem Anliegen, bei den Olympischen Winterspielen 2010 starten zu wollen, noch einmal eindringlich Nachdruck verliehen.
In dem Brief an den Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der auch von den deutschen Springerinnen Ulrike Gräßler und Jenna Mohr unterzeichnet worden ist, verweisen die Athletinnen darauf, dass Frauen-Boxen im Sommer 2012 in London olympisch sein werde. Dieses Privileg solle auch Frauen-Skispringen im kommenden Winter im kanadischen Whistler eingeräumt werden. «Unser Sport ist nun der einzige in den Sommer- und Winterspielen, der keine weiblichen Wettbewerber hat», heißt es in dem Schreiben.
Durch die Aufnahme von Frauen-Boxen ins Olympia-Programm seien die Geschlechter bei Sommerspielen gleichgestellt worden. «Die Welt würde noch lauter jubeln, wenn Sie nun auch den letzten Schritt gingen und Skispringerinnen erlauben würden, bei den Winterspielen 2010 in Vancouver starten zu dürfen», werben die Springerinnen in dem Brief. Immerhin gebe es inzwischen fast 100 Frauen aus 18 Ländern, die auf Spitzenniveau sprängen. Das IOC hatte 2006 entschieden, Frauen-Skispringen sei noch nicht ausreichend entwickelt und erfülle zudem nicht das Olympia-Zulassungskriterium, mindestens zwei Weltmeisterschaften veranstaltet zu haben. Die WM-Premiere fand im Februar dieses Jahres bei den Titelkämpfen in Liberec statt.
Das Oberste Gericht der kanadischen Provinz British Columbia hatte den ersten Antrag der Skispringerinnen auf Aufnahme ins Olympia- Programm im Juli zurückgewiesen. Richterin Lauri Ann Fenlon hatte zwar eine Diskriminierung der Sportlerinnen allein wegen ihres Geschlechtes anerkannt. Dennoch hätte das kanadische Organisationskomitee VANOC keinen Bruch der kanadischen «Charta der Rechte und Freiheiten» begangen, wie von den Klägerinnen geltend gemacht.
Weder VANOC, so die Richterin, noch die kanadische Regierung hätten Kontrolle über olympische Veranstaltungen. Allein das IOC könne die Diskriminierung aufheben, indem es Frauen-Skispringen zulasse. Der Einspruch gegen dieses Urteil wird erst am 12./13. November in Vancouver verhandelt - exakt drei Monate vor Beginn der XXI. Olympischen Winterspiele am 12. Februar 2010.
  • dpa, 19.08.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
Schlagzeilen
FUSSBALL

mehr Fussball

MOTORSPORT

mehr Motorsport

RADSPORT

mehr Radsport

TENNIS

mehr Tennis

SPORTMIX

mehr Sportmix

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote